Fachkräftenachfrage gestiegen

Handwerkskammer der Pfalz ehrt beim „Tag der Besten“ die Sieger des Leistungswettbewerbes

SÜDWESTPFALZ Die Präsidentin der Handwerkskammer der Pfalz, Brigitte Mannert, sprach bei der Jahresvollversammlung von einer positiven Wirtschaftslage und einer leicht steigenden Ausbildungstendenz. Sie stellte insbesondere die Bemühungen der Handwerkskammer zur Fachkräfte- und Nachwuchssicherung heraus.

„Viele Betriebe stoßen durch eine mangelnde personelle Ausstattung an ihre Grenzen, die Wartezeiten für die Kunden von der Auftragsvergabe bis zur Ausführung haben sich verlängert“, beschrieb Mannert die Situation. Vorrangige Aufgabe der Kammer sei es, die Betriebe im Kampf gegen den Fachkräfte- und Nachwuchsmangel durch vielfältige Maßnahmen im Beratungs- und im Berufsbildungsbereich zu unterstützen. Die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse sei in diesem Jahr erstmals leicht angestiegen, was die Handwerkskammer als positives Zeichen werte.

Das neu entwickelte Ausbildungsmodell „Lehre Plus Hs“, das die duale Ausbildung mit einem berufsbegleitenden Studium verbinde, sei ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung. Gerade passgenaue Fort- und Weiterbildungsangebote stünden im Fokus der Kammer, um Fachkräfte für die gestiegenen Anforderungen des Berufslebens zu qualifizieren. Es gelte, die Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung im Handwerk zu meistern und Fachkräfte an Stellen mit entsprechendem Bedarf zu vermitteln. Dafür habe die Kammer eigens eine Personalvermittlungs- und -Beratungsstelle in Ludwigshafen eingerichtet.

Nach wie vor sieht die Präsidentin Handwerk und Politik in der Pflicht, die Meisterausbildung als tragende Säule der handwerklichen Fortbildung zu stärken.

Bonus für Jungmeister

Dafür eigneten sich neben der „Lehre Plus Hs“ auch die in diesem Jahr eingeführten Meisterboni I und II, die Jungmeistern für ihre erfolgreich abgelegte Prüfung mit einem Bonus in Höhe von 1000 Euro belohnen. Darüber hinaus erhält jeder Meister, der sich nach der Prüfung selbstständig macht, nochmals eine Prämie von 2500 Euro als Starthilfe.

Nach wie vor profitiere das Handwerk von der guten konjunkturellen Lage. Knapp 93 Prozent der befragten Betriebe haben ihre aktuelle oder die zu erwartende Geschäftslage mit gut oder befriedigend beurteilt. Das sind 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr, freute sich Mannert. Diese Zahlen zeichneten ein positives Bild des pfälzischen Handwerks. Auch im Hinblick auf eine transparente Rücklagenbildung sei die Kammer für die Zukunft gut aufgestellt. Ein externer Wirtschaftsprüfer habe sogar attestiert, dass die Rücklagen der Handwerkskammer sachgerecht, angemessen und systematisch richtig ermittelt und gebildet wurden.

Zweibrückenerin ist 2. Landessiegerin

Beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks, zeichnete die Kammer im Berufsbildungs- und Technologiezentrum in Kaiserslautern die in Zweibrücken wohnende Raumausstatterin Katharina Akitiani Gbogbo als zweite Landessiegerin beim Wettbewerb „Tag der Besten Jung - Handwerker“ aus.rb

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