Erste Saisonniederlage

Überragender Robin Näckel führt HF Illtal zum Sieg gegen die Handballer der VTZ

ZWEIBRÜCKEN Nun ist es doch geschehen. Die Handballer der VTZ mussten am zehnten Spieltag die erste Saisonniederlage hinnehmen und verlieren bei der HF Illtal in der restlos ausverkauften Hellberghalle mit 31:21 (15:10). Der alles überragende Spieler an diesem Abend war HFI-Torhüter Robin Näckel, der mit seinen teilweise spektakulären Paraden die Zweibrücker an den Rand der Verzweiflung gebracht hat.

„Illtal hat überragend gespielt und hochverdient gewonnen. Egal was wir auch versucht haben, es hat heute einfach nicht klappen wollen“, brachte es Grgic nach der Partie auf den Punkt. Dem Zweibrücker Trainer merkte man dabei an, dass die Niederlage sehr an ihm nagte.

HFI-Trainer Steffen Ecker konnte nach einer mehr als gelungenen Woche zufriedener kaum sein und erklärte: „Wir hatten diese Woche gleich zwei Spitzenspiele abzuliefern und was die Mannschaft geleistet hat, ist mehr als nur gut.“

Ihren Meister gefunden

Ob Zuschauer, Spieler oder Trainer, alle waren sich schnell einig, wer der Spieler der Partie war. Mit Torhüter Robin Näckel hatten die Gastgeber den alles entscheidenden Spieler in ihren Reihen, der es am Ende des Abends auf 20 Paraden brachte. Doch nicht nur die Anzahl der Paraden war an diesem Abend bemerkenswert, sondern vor allem die Art und Weise sowie die Situationen, in denen er die Bälle entschärfte, waren für neutrale Zuschauer und HFI-Anhänger ein Genuss. Ob es Gegenstöße, Siebenmeter oder sonstige freie Würfe waren – immer wieder fanden die Saarpfälzer in Näckel ihren Meister.

Dabei hatte die Partie aus Zweibrücker Sicht noch gut begonnen. Den ersten Treffer der Partie markierte Kapitän Philip Wiese. In der fünften Spielminute lag die VTZ bereits mit 1:3 in Front. Bis zum 5:6 (13.) hatten die Zweibrücker noch leichte Vorteile, auch wenn da schon zu erkennen war, dass die Gastgeber von Minute zu Minute stärker wurden. Nach einem Doppelschlag von Sebastian Hoffmann drehten die Hausherren die Partie und gingen ihrerseits mit 7:6 (15.) erstmals in Führung.

Ohne Effektivität

Mit zunehmender Spieldauer wurde auch Näckel immer stärker, was seiner Mannschaft die nötige Sicherheit gab. In der Folge nutzten die Handballfreunde Illtal ihre Chancen eiskalt und ließen die VTZ-Torhüter Yannic Klöckner und Rouven Latz kaum ins Spiel kommen. Die VTZ hingegen vergab jetzt immer wieder klarste Chancen und ließ gerade über die Außenpositionen jegliche Effektivität vermissen. Wenige Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit, beim Stand von 15:10, handelte sich zu allem Überfluss Rechtsaußen Tobias Stauch eine rote Karte ein, die man so nicht unbedingt geben muss. Die VTZ-Spieler und Verantwortlichen waren derart aufgebracht, dass sie sich noch eine weitere Strafe gegen die Bank einhandelten.

Druckvoll und zielsicher

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufgehört hatte. Die HF Illtal, die zunächst in doppelter Überzahl agieren konnte, blieb in ihrem Angriffsspiel sehr druckvoll und zielsicher. Nach Treffern von Sebastian Hoffmann und Norbert Petö erhöhten die Gastgeber auf 17:10 (33.). Spätestens nach dem 21:12 durch den jungen Marcel Becker, der im rechten Rückraum und auf Rechtsaußen eine tolle Partie bot und bester Schütze der Partie war, war so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen.

Grgic versuchte zwar seinen Jungs immer wieder neue Impulse zu geben, die aber wenig ändern sollten. Immer noch scheiterte man zu oft völlig frei stehend am Illtaler Torhüter. Während Näckel ein ums andere Mal brillierte, blieben die Zweibrücker Torhüter unter ihren Möglichkeiten und fanden zu keiner Phase zu ihrem Spiel. Am Ende stand aus Sicht der Gastgeber ein hochverdienter 31:21-Erfolg zu Buche, die durch diesen Sieg den Titelkampf zu einem Dreikampf gemacht haben.

„Obwohl wir heute klar verloren haben, finde ich immer noch, dass wir eine überragende Runde bislang spielen, die uns nicht unbedingt jeder zugetraut hätte. Wir werden wieder aufstehen“, zeigte sich Grgic nach Partie fest entschlossen, es mit seinen Jungs wieder besser zu machen. Mit dieser Niederlage geht auch eine tolle Serie zu Ende. Seit April diesen Jahres hatte die VTZ alle Spiele wettbewerbsübergreifend für sich entscheiden können.

Für die VTZ spielten: Yannic Klöckner (1-15, 37-60, 3 Paraden), Rouven Latz (15-37, 3 Paraden) im Tor, Martin Mokris 4/4, Philip Wiese 3, Tomas Kraucevicius 3, Moritz Baumgart 2, Lars Scholly 2, Dominik Rifel 2/1, Richard Wilga 2, Wladislaw Kurotschkin 2, Tobias Stauch 1, Jacob Brauns.red./dos

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