"Engagierte Stadt Illingen"

Die Sommerschule ist ein voller Erfolg

ILLINGEN In den ersten beiden Wochen der Sommerferien fand die zweite „Sommerschule“ der „Engagierten Stadt Illingen“ mit Unterstützung des OV Illingen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), der Katholischen Pfarreiengemeinschaft St. Stephan, des Illtalgymnasiums und privater Helfer statt.

Integration wurde hierbei groß geschrieben: Das Schülerferienprojekt richtete sich sowohl an Schüler aus Flüchtlingsfamilien als auch an deutschstämmige Kinder zwischen sechs und 18 Jahren der Gemeinden Illingen und Merchweiler, die die Ferien nutzen wollten, um etwas für die Schule zu tun und gemeinsam Spaß zu haben.

Organisatorin der Sommerschule war Katharina Messinger, UNESCO-Schulkoordinatorin des Illtalgymnasiums. Unterstützt wurde sie von Anke Thomé vom ASB Illingen, die dieses Teilprojekt der „Engagierten Stadt Illingen“ hervorragend koordinierte. Die Pfarreiengemeinschaft St. Stephan stellte im Pfarrheim Räume zur Verfügung und finanzierte zudem das tägliche Mittagessen für die Kinder sowie einen Teil der notwendigen Schulbücher.

Die Kosten für weitere Bücher und Lernmaterialien wurden durch eine Spende der „Aktion Palca“ (Dritte Welt-AG des Illtalgymnasiums) und der AG „Sportbewegte Schule“ des Gymnasiums getragen.

In den beiden Projektwochen wurden diverse Unterrichts- und Freizeitaktivitäten angeboten. Kinder aus Familien, für die ein Nachhilfeunterricht schwer zu finanzieren ist, konnten die Inhalte des letzten Schuljahres nacharbeiten, vertiefen oder sich für das kommende Schuljahr fit machen. Vormittags fand für die 32 Kinder und Jugendlichen Deutschunterricht statt mit dem Ziel, sie in Sprach- und Lesekompetenz zu schulen und zu fördern. Nachmittags standen Unterrichtseinheiten in den Fächern Englisch, Mathematik und Physik auf dem Plan.

Ohne die tatkräftige Unterstützung des deutsch-syrischen Lehrerteams wäre die Durchführung der Sommerschule in der Form sicher nicht möglich gewesen: Pastor Dietmar Bell unterrichtete die Kinder beispielsweise in deutscher Lesekompetenz.

Rana Chihadi, Wafaa Zakkour und Abdulrahman Hasan, die bereits in ihrem Heimatland Syrien in Grundschulen gearbeitet hatten, halfen bei den Übersetzungen für die Kinder, die die deutsche Sprache noch nicht ausreichend beherrschten. Komplettiert wurde das Lehrerteam durch vier jetzige und ehemalige Schüler des Illtalgymnasiums.

In den Pausen wurde gemeinsam gegessen und gespielt, wobei Fußball erfreulicherweise besonders bei den Mädchen beliebt war. Das Highlight der Sommerschule war jedoch ein Ausflug in die Lebenswelten-Ausstellung in Reden. Das Unternehmen „proWIN“, Präsentator der Ausstellung, ermöglichte den Ausflug für die Teilnehmer der Sommerschule durch seine finanzielle Unterstützung und die Organisation der Busfahrt nach Reden.

Zum Abschluss der Sommerschule fand ein Sport- und Spielfest mit traditionellen Wettbewerben statt, wie beispielsweise Sackhüpfen oder Eierlaufen. Alle Kinder und Lehrer waren sich einig: Das Projekt „Sommerschule“ soll nächstes Jahr in die dritte Runde gehen.red./eck

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