Engagement für Flüchtlinge

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer und HWK-Präsident Wegner stellen Projekt vor

WADERN „Sprachkenntnisse öffnen Türen – in den Arbeitsmarkt, hin zu einem guten Zusammenleben, zu einer gelungenen Integration“, erklärte Bernd Wegner, Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes (HWK), der mit Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer in Wadern zu Gast in einem Sprachkurs war, den 20 Flüchtlinge besuchen.

Innerhalb des Engagements des saarländischen Handwerks für die Flüchtlinge finanziert die Stiftung Saarländisches Handwerk – Winfried E. Frank Stiftung diesen Sprachkurs. Darüber hinaus hat die Handwerkskammer des Saarlandes gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Bündnis für Flüchtlinge und der Stadt Wadern für den Kurs ein zusätzliches Beratungsmodul entwickelt, mit dem bisherige berufliche Erfahrungen, Sprachniveau, Kompetenzen und Interessen eines jeden Flüchtlings individuell erfasst werden. Die Teilnehmer des Sprachkurses werden so vorbereitet, dass sie möglichst rasch eine Ausbildung, ein Praktikum oder eine Beschäftigung im Handwerk starten können. Die Handwerkskammer hat dazu bereits eine Liste interessierter Mitgliedsbetriebe, die die Flüchtlinge im Rahmen des Sprachkurses in kurzen Besuchen kennenlernen. Mit Hilfe der Berater der Handwerkskammer werden dann passende Hospitationen organisiert. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer zeigte sich von diesem Projekt beeindruckt: „Es freut mich, dass ehrenamtliche Helfer und die Stadt Wadern gemeinsam mit der HWK einen so wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Flüchtlinge im Saarland nicht nur willkommen geheißen, sondern in unsere Gesellschaft integriert werden. Dafür bin ich der Handwerkskammer, dem Bündnis für Flüchtlinge und der Stadt Wadern sehr dankbar.“ In ihrer Regierungserklärung hatte die Ministerpräsidentin vor einigen Tagen die aktuelle Flüchtlingssituation als eine der größten Herausforderungen bezeichnet, die es im Saarland, in Deutschland und Europa je zu meistern gab und in diesem Zusammenhang arbeitsmarktorientierte Sprachkurse als Grundlage der Integration skizziert.

Bernd Wegner betonte, der Sprachkurs sei keine Einzelmaßnahme, sondern ein Pilotprojekt, das zu einem ganzen Maßnahmenpaket gehört: „Wir wollen als Handwerkskammer nicht nur reden, sondern handeln. Hier können wir 20 interessierten Menschen eine Chance geben, möglicherweise im Handwerk eine Beschäftigung zu finden. Das Hand-werk sucht Mitarbeiter, die qualifiziert und leistungswillig sind. Auch außerhalb dieses Kurses engagiert sich unsere Handwerkskammer in einem ganzen Maßnahmenbündel, zu dem wir eine Task-Force in unserem Hause eingerichtet haben“, so der HWK-Präsident.

Wegener und Kramp-Karrenbauer zeigten sich einig, dass solche Sprachkurse rasch und flächendeckend eingerichtet werden sollten. „Das Pilotprojekt der Handwerkskammer ist ein beachtlicher Baustein zur Integration von Flüchtlingen im Saarland. Der Spracherwerb und eine mögliche berufliche Orientierung müssen nunmehr schnell für alle Flüchtlinge in unserem Land umgesetzt werden“, so die Ministerpräsidentin. red./jb

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