Energiesparen im Handumdrehen

(djd). Nicht nur der Modernisierungsstand einer Immobilie, der meist nur mit höheren Investitionen verbessert werden kann, hat Einfluss auf die jährlichen Energiekosten, sondern auch das persönliche Verhalten der Bewohner. "Mit einfachen, aber effektiven Tipps und etwas Technik kann man Energieverbrauch und Heizkosten senken. So bleibt nicht nur mehr Geld für andere schöne Dinge in der Haushaltskasse, auch CO2 wird vermieden und damit das Klima geschützt", weiß Energieberater Oliver Rausch von Techem, dem Spezialisten für Energiemanagement in Immobilien.

Die richtige Raumtemperatur

Rund sechs Prozent Energie kann man sparen, wenn die Temperatur um ein Grad abgesenkt wird. Im Wohn- und Kinderzimmer sowie im Bad sind 20 bis 22 Grad eine empfehlenswerte Temperatur (Stufe 3-4 am Thermostat), in der Küche 18 bis 20 Grad und im Schlafzimmer 17 bis 20 Grad (Stufe 2-3 am Thermostat). Unregelmäßig genutzte Räume sollten nicht durchgehend beheizt, der Heizkörper aber auch nie ganz abgedreht werden. Mindestens 16 Grad sind Pflicht.

Temperaturkontrolle statt Temperaturgefühl

Im Winter ist vielen Menschen kalt, obwohl der Raum 22 oder sogar 23 Grad warm ist, und sie drehen darum die Heizung hoch. Aber Heizen nach "Gefühl" kann trügerisch sein und viel Energie kosten. Besser ist es, die Temperatur mit einem einfachen Raumthermometer zu kontrollieren, der oft nur wenige Euro kostet. Damit kann man sich versichern, dass der Raum tatsächlich die am Thermostatkopf eingestellte Wunschtemperatur hat.

Raumtemperatur automatisch regeln lassen

Um die Heizkörper nicht ständig von Hand einstellen zu müssen, können Verbraucher auf programmierbare Thermostate zurückgreifen. Sie erleichtern es, die Heizzeiten an den eigenen Bedarf anzupassen. Ob nachts oder bei der Arbeit - dank der Zeitschaltung kann der Bewohner festlegen, wann es warm in seinen Räumen ist. Noch praktischer und flexibler sind intelligente Thermostate, die sich aus der Ferne programmieren oder steuern lassen.

Heizung entlüften

Heizkörper sollten regelmäßig entlüftet werden, denn wenn das Wasser im Heizungssystem nicht ungestört zirkuliert, kann die enthaltene Energie nicht optimal genutzt werden. Dazu ein Gefäß zum Ablaufen des Wassers unter das Entlüftungsventil halten, den Heizkörper aufdrehen und dann das Ventil mit einem Entlüftungsschlüssel langsam öffnen. Die Luft nun so lange entweichen lassen, bis Wasser nachläuft. Nun kann das Ventil wieder geschlossen werden. Das Entlüften beendet auch die oft störenden Gluckergeräusche.

Sparsam mit warmem Wasser

(djd). Der Warmwasserverbrauch lässt sich ebenfalls mit einigen Tipps problemlos eindämmen. Sparsame Armaturen und energieeffiziente Wasch- und Spülmaschinen erfordern zunächst eine Investition vom Verbraucher. Einfach in den Alltag integrieren lässt es sich dagegen, die Hände mit kaltem Wasser zu waschen oder während des Einseifens die Dusche kurz abzustellen. Unter www.cleverheizen.info gibt es noch mehr Tricks und Ratschläge von Techem-Energieberater Olli Rausch, um Energie und damit auch CO2 einzusparen und Geldbeutel sowie Umwelt zu schonen.

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