Einzug ins Finale

Der KSV Köllerbach erringt gegen den TuS Adelhausen einen 17:7-Sieg

KÖLLERBACH Der Ringer-Bundesligist KSV Köllerbach hat im Halbfinal-Rückkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft das „Wunder“ vollbracht. Nachdem die Saarländer mit einer 11:20-Niederlage aus Adelhausen zurückgekehrt waren, drehte die Staffel von Teamleiter Thomas Geid und Trainer Hüseyin Dincay im Püttlinger Trimmtreff Viktoria am Samstag, 13. Januar, auf heimischer Matte den Spieß um. Der sechsfache deutsche Mannschaftsmeister bezwang vor über tausend begeisterten Zuschauern die gegnerische Mannschaft aus Südbaden mit 17:7. Das bedeutete in der Punkt-Gesamtwertung aus Hin- und Rückkampf ein 28:27 für den KSV Köllerbach. Und dieser eine „goldene“ Punkt reichte aus, um am 20. und 27. Januar in das Finale um die Deutsche Ringer-Mannschaftsmeisterschaft einzuziehen.

Dabei begann der Play-off-Rückkampf für den KSV nicht optimal, denn in der leichtesten Gewichtsklasse bis 57 kg wurde Köllerbachs Greco-Youngster Sergio Schäfer vom deutschen Vize-Juniorenmeister Nick Scherer bereits nach 52 Sekunden geschultert. Doch in der schwersten Gewichtsklasse bis 130 kg bezwang Oleksandr Khotsianivsky den fünffachen deutschen Einzelmeister und ehemaligen Luckenwalder Nick Matuhin vom TuS Adelhausen sicher mit 9:0 nach Punkten. Danach kam es in der in der Klasse bis 61 kg (Freistil) zum Duell zwischen KSV-Ringer Nico-Antonio Zarcone und dem französischen Spitzenringer Zoheir El Quarragque. Der Köllerbacher verlor mit 4:7 Punkten.

In der Klasse bis 98 kg stellte sich Gennadij Cudinovic selbstlos in den Dienst der Köllerbacher Mannschaft. Der KSV-Ringer, der normalweise in der freien Stilart kämpft, präsentierte sich gegen den TuS Adelhausen „stilartfremd“. Sein Kontrahent war der schwedische U23-Europameister Zakarias Berg. Cudinovic musste eine knappe 2:3-Punktniederlage quittieren. In der Klasse bis 66 kg (griechisch-römisch) folgte vielleicht der beste Kampf des Abends. Der deutsche Meister Etienne Kinsinger vom KSV Köllerbach bekam mit dem in dieser Saison noch ungeschlagenen Top-Mann Ivo Angelov zu tun. Der Köllerbacher Greco-Ringer stellte sich dem Kampf mit allerhöchster Leistungsbereitschaft. Nach den vollen sechs Kampfminuten standen schließlich auf dem Punktzettel von Kinsinger zwei Zähler, während bei Angelov kein Wertungspunkt notiert worden war. Mit diesem sensationellen 2:0-Punktsieg hielt Kinsinger seinen KSV vor der Halbzeit in punkto Aufholjagd im wahrsten Sinne des Wortes am Leben. Der Zwischenstand lautete nach fünf Kämpfen 4:7 für den TuS Adelhausen.

Nach der Pause kam dann der KSV-Express vollends ins Rollen. In der Klasse bis 86 kg war für den KSV Köllerbach Freistil-Spezialist Istvan Vereb stets Herr der Lage. Der Ungar ließ sich von dem dreimaligen deutschen Einzelmeister Michael Kaufmehl nicht ins Bockshorn jagen und gelangte zu einem sicheren 9:1-Punktsieg. Mit diesem Erfolg stand es in der Gesamtwertung 7:7.

In der Klasse bis 71 kg traf für die Saarländer der Rumäne Mihail Sava auf den russischen Weltklasse-Mann Akhmed Chakaev und setzte sich mit 11:9 Punkten durch.

In der Klasse bis 80 kg kam es in der griechisch-römischen Stilart zum Gefecht zwischen Laszlo Szabo und Sascha Keller. Szabo stand nach zwei Minuten und 18 Sekunden mit 15:0 als technisch überlegener Punktsieger fest. In der Klasse bis 75 kg A (griechisch-römisch) kam es zu der Auseinandersetzung zwischen dem saarländischen Publikumsliebling Timo Badusch und dem Ex-Köllerbacher Konstantin Schneider. Timo Badusch behielt mit einem 4:3-Punktsieg die Oberhand.

Das letzte Duell bestritt in der Klasse bis 75 kg B Köllerbachs Kult-Ringer Andrij Shykka gegen Stephan Brunner uns siegte mit einem 16:0.

Der KSVK tritt am kommenden Samstag, 20. Januar, um 19.30 Uhr zum Final-Hinkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft auswärts bei Wacker Burghausen an. red./sh

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