Eine junge Frau auf ihrer Sinnsuche

„Einmal bitte alles“ in den Lichtspielen Wadern: Und plötzlich sind alle um einen herum erwachsen

WADERN Die Filmfreunde Wadern zeigen am Freitag, 10. November, und am Samstag, 11. November, jeweils um 20 Uhr „Einmal bitte alles“ der Regisseurin Helena Hufnagel. Am Sonntag, 12. November, steht um 17 Uhr zusätzlich eine Nachmittagsveranstaltung auf dem Programm.

Eine junge Frau auf Wohnungs-, Job- und Sinnsuche. Dieser Plot würde in Berlin als existenzialistisches Sozialdrama inszeniert werden, das Debüt der Münchnerin Helena Hufnagel kommt dagegen als Komödie daher.

„Einmal bitte alles“ ist ein heiterer Film – man kann schon sagen, ein typisch münchnerischer Film. Das ist von Anfang an klar, wenn wir die Hauptfigur Isi bei sonnigem Wetter über die Isar-Brücken des Glockenbachviertels radeln sehen. Sie träumt von einer Karriere als Comic-Zeichnerin und jobbt als Sekretärin bei einem Verlag. Isi möchte den alten Scott Fitzgerald-Roman „Die Schönen und Verdammten“ als Graphic Novel verwirklichen, blitzt damit aber bei ihrer Chefin ab. Mit solchen Niederlagen muss Isi im Lauf des Films gleich reihenweise zurechtkommen. Die Karriere lässt auf sich warten, sie muss aus ihrem WG-Zimmer raus und Couch-Surfen. Ständig ist sie pleite, mit Anfang 30 aber eigentlich zu alt für diese Art von studentischem Dasein. Regisseurin Helena Hufnagel über ihren Film, der streckenweise autobiografisch daherkommt: „Ich wollte eine Tragikomödie erzählen, wie es so schön heißt. Ich mag das total gerne, wenn der Humor im Film durch Melancholie getrieben ist. Ich wollte unbedingt, dass man sich wiedererkennt in den Situationen, also dass man denkt: Genau so ist es. Dadurch entsteht für mich auch die Komik, dass man sich selber ertappt in manchen Situationen.“ Infos gibt es online unter www.lichtspiele-wadern.de.red./ti

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