Ein spannender Wahlkampf

Bürgermeister- und Ortsvorsteherwahlen in der Kita „Heilige Familie“ Winterbach

WINTERBACH Eine Woche vor der Bundestagswahl fand in diesem Jahr bereits zum 13. Mal die Wahl zum Kinderbürgermeister und der Kinderbürgermeisterin in der kath. Kita „Heilige Familie“ Winterbach statt.

Aufregend und spannend zu gleich war der diesjährige Wahlkampf, dem sich zehn Kandidaten zur Wahl stellten. Mit ihren Wahlslogan machten sich die Kinder auf Stimmenfang. Und so war es nicht verwunderlich, dass es ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen gab. Letztendlich setzte sich Emma Keller, fünf Jahre alt durch. Bereits im Vorjahr konnte sie Erfahrungen in ihrem Amt als Ortsvorsteherin sammeln und diese auch in ihrem Wahlkampf deutlich machen.

Im Vorfeld fanden wie immer zuerst die Wahl der Gruppenvertreter statt. In der Igelgruppe wurde Paul Freiberger, 5 Jahre alt, zum Ortsvorsteher und Zoe Groß, 5 Jahre alt, zur Stellvertreterin gewählt.

In der Zwergengruppe wurden Leni Horras, 4 Jahre alt, Ortsvorsteherin und Ben Richter, 5 Jahre alt, Stellvertreter.

Einmal in der Woche trifft sich das Kinderbürgermeisterteam und lädt zur Kindersprechstunde ein. Die Kinder können ihre Anliegen vorbringen und in den anschließenden Kinderkonferenzen werden die Probleme, Ideen für Projekte besprochen, Mehrheitsbeschlüsse demokratisch gefasst und gemeinsame Regeln für das Miteinander festgelegt.

In den nun folgenden Wochen wird die Kinderbürgermeisterin ihre Amtsgeschäfte im Büro aufnehmen und ihren Arbeitsplatz einrichten. Gemeinsam mit der Leiterin der Einrichtung wird sie sich den Anforderungen der Zeit stellen.

Patricia Rammacher, die Leiterin der Einrichtung und ihr Team sind sich der Bedeutung der freiwilligen Machtabgabe sehr bewusst: „In unseren Leitsätzen stellen wir das Kind in die Mitte, daher ist es uns wichtig, dass jedes Kind unabhängig seiner Herkunft die Möglichkeit bekommt, seine Bereitschaft, seine Fähigkeiten und seine individuellen Möglichkeiten in die Entwicklung von Gemeinschaft mit einzubringen. Dies ist auch die Grundlage demokratischer Verfassung und eines demokratischen Bildungsverständnisses. Ebenso wichtig erscheint es uns die Fragen und Themen der Kinder ernst zu nehmen und ihre Lebenswelt in unseren täglichen Alltag zum Beispiel gemeinsame Absprache von Regeln, Planung und Durchführen von Projekten, sowie das Anliegen anderer Kinder vertreten zu können, mit einzubeziehen. Dies natürlich immer unter Berücksichtigung der kindlichen Möglichkeiten.“

Durch das Einbinden der Kinder in die täglichen Strukturen des Kindergartenalltages, in die Planung, Organisation und Durchführung von Projekten werden frühzeitig die sozialen Aspekte wie Verantwortungsbewusstsein und Durchsetzungsvermögen gestärkt. Aber auch die Bereiche, wie die sprachliche Ausdrucksfähigkeit, Kreativität, Ausdauer und ähnliches werden gefördert. red./hr

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de