Ein Psychothriller über Kontrolle und Lust

Die Filmfreunde Wadern zeigen am Freitag um 20 Uhr „Berlin Syndrom“

WADERN Die Filmfreunde Wadern zeigen am Freitag, 15. September, um 20 Uhr mit „Berlin Syndrom“ einen Psychothriller über Kontrolle und Lust. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Melanie Joosten und läuft im Rahmen der „Waderner Buchwoche“.

Regisseurin Cate Shortland zeigt mit „Berlin Syndrome“ den Albtraum einer Frau, die sich mit einem Fremden einlässt. Die australische Backpackerin Clare zieht mit dem Fotoapparat durch Friedrichshain-Kreuzberg, besonders die alten DDR-Bauten haben es ihr angetan. Als sie den sympathischen Englischlehrer Andi kennenlernt, verstehen sich die beiden sofort. Er zeigt ihr Schrebergärten und den Kiez.

Was als Romanze beginnt, nimmt eine unerwartet finstere Wendung: Am nächsten Morgen, Andi ist schon in der Schule, will Clare seine Wohnung in einem ansonsten leerstehenden Altbau verlassen und merkt, dass sie eingeschlossen ist. Zunächst glaubt sie an ein Versehen. Doch Andi hat nicht vor, sie jemals wieder gehen zu lassen.

Mit „Berlin Syndrom“ ist Cate Shortland („Lore & Somersault“) erneut das beeindruckende Portrait einer weiblichen Selbstfindung gelungen. Der Film sprengt gängige Suspense-Konventionen und erzählt die Geschichte einer jungen Berlin-Touristin, die sich erst durch eine schier ausweglos erscheinende Extremsituation ihrer eigenen Kraft besinnen lernt.

Weitere Infos gibt es online unter www.lichtspiele-wadern.de. red./ti

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