Eichhörnchen schützen

NABU sucht Saarlands schönstes Eichhörnchen-Gedicht – Mitmachen kann Jeder

LEBACH Im Gegensatz zu vielen anderen Pelz- oder Nagetieren halten Eichhörnchen im Winter keinen Winterschlaf, sondern kommen in eine Phase, die Winterruhe genannt wird.

Eichhörnchen gehören zu den Nagetieren und halten sich bevorzugt in Mischwäldern auf, da sie dort genügend Nahrung vorfinden. Prinzipiell sind die Tiere aber überall dort zu finden, wo viele Bäume zur Verfügung stehen, also auch in Parks, größeren Gärten oder auf Friedhöfen. Dort richten sie sich ein Nest oder einen Bau ein, in dem sie im Sommer ihren Mittagsschlaf halten können und im Winter geschützt sind.

Eichhörnchen sammeln zwar im Herbst fleißig Vorräte für den Winter - trotzdem können Tierfreunde ihnen helfen, gut durch die kalte Jahreszeit und ihre Winterruhe zu kommen. Wenn es dunkel wird, kehren Eichhörnchen in ihr Schlafnest – den so genannten Kobel – zurück. Durch die eingeschränkte Aktivität während der kalten Monate senken die Nager so ihren Energiebedarf und müssen weniger Nahrung zu sich nehmen.

Ihre Körpertemperatur bleibt im Gegensatz zu Tieren, die Winterschlaf halten, fast gleich, ihr Herzschlag verlangsamt sich allerdings. Wenn es stark stürmt oder sehr kalt ist, verlassen Eichhörnchen ihr Nest manchmal für mehrere Tage nicht.

Dennoch müssen Eichhörnchen sich auch in der kalten Jahreszeit mit Nahrung ver-sorgen. Dabei unterscheidet sich ihr Speiseplan kaum von der bevorzugten Nahrung im Sommer: Eichhörnchen ernähren sich hauptsächlich von Samen, Nüssen, Knospen, Beeren und Früchten, aber auch von Pilzen, Insekten, Schnecken, Vogeleiern oder jungen Vögeln. Ebenso gerne verspeisen sie die Samen von Fichtenzapfen. „Über etwas Futter freuten sich die Tiere immer – vor allem in Städten“, erklärt Rudi Reiter, stellvertretender Vorsitzender des NABU Saarland. Gerne bedienen sie sich auch an Vogelhäuschen und fressen zum Beispiel Sonnenblumenkerne

Oft finden Eichhörnchen auch nicht genügend Wasser, weil die Böden in Städten alle asphaltiert und begradigt werden – es bilden sich also weniger Pfützen. Man kann den Tieren helfen, indem man eine Schale Wasser an einer ruhigen Stelle im Garten aufstellt – diese sollte dann aber auch sauber gehalten werden.

Wer den Tieren Unterschlupf bieten möchte, sollte seinen Garten möglichst naturnah gestalten. Eichhörnchen brauchen alte Bäume und wilde Hecken, wo sie Nistmaterial wie etwa Zweige, sowie Blätter und Moos zum Polstern ihres Kobels finden. Sind Nussbäume im Garten, kommen die Tiere ohnehin von ganz alleine zu Besuch: Sie lieben Bucheckern, Hasel- und Walnüsse.

Der NABU und die NAJU Saarland möchten mit einer Eichhörnchen-Aktion die Mit-menschen sensibilisieren, auch im Winter an die kleinen Bewohner von Gärten und Parks zu denken:

Sie suchen deshalb Saarlands schönstes Eichhörnchen-Gedicht! Unter allen Einsendungen bis zum 1. Dezember verlosen sie tolle Buch- und Sachpreise. Der 1. Platz wird mit einem Eichhörnchen-Futterset belohnt.

Mitmachen kann jeder – egal ob Einzelpersonen oder Schulklassen! Das schönste Eichhörnchen-Gedicht wird prämiert.

Einsendungen bitte an: Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Saarland e. V., Antoniusstraße 18, 66822 Lebach, E-Mail: silke.buchholz@NABU-saar.de. red./mk

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