Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Saarlouis

Nach der Wohnungszuweisung stehen Behördengänge und Alltagsunterstützung an

SAARLOUIS Es ist ein weiter Weg, den Flüchtlinge und Asylsuchende zurückgelegt haben, bis sie in Saarlouis angekommen sind. Bevor sie hier ein neues Leben in Frieden aufbauen können, warten aber noch einige Hürden des Alltags auf sie. Ein Kreis aus Ehrenamtlichen leistet dabei unersetzbare Hilfestellungen. Weitere Helfer werden benötigt.

Angekommen in Saarlouis werden Flüchtlinge und Asylsuchende durch Mitarbeiter der Stadt an ihren neuen Unterkünften empfangen – in Häusern, Wohnungen, Zimmern, WGs.

Dann folgen noch am selben Tag Behördengänge wie die Anmeldung im Rathaus und beim Kreissozialamt, die Einrichtung eines Kontos bei der Bank, erste Wege zur Tafel oder zum Sozialkaufhaus.

Schon früh wurde der Bedarf an Unterstützung für diese Tätigkeiten erkannt: Schnell fanden sich vier Männer und Frauen, die bereit waren, sich dieser Aufgabe für die Stadt Saarlouis anzunehmen – dauerhaft.

„Mittlerweile haben wir alle den Dienstag geblockt“, erklärt Armin Thirion, der neben Gaby Thiery, Annette Weier und Detlef Kiesewalter von Anfang an dabei ist.

Der Dienstag ist der Tag, an dem die sogenannte „Überstellung“ von Lebach nach Saarlouis stattfindet.

Seit Kurzem werden die vier Ehrenamtlichen bei der Erstbetreuung der Flüchtlinge und Asylsuchenden unterstützt von Walter Engstler, weitere Unterstützer haben sich bereits gemeldet und möchten ebenfalls helfen.

„Wir lernen ganz wunderbare Menschen kennen“, sagt Annette Weier: „Das gibt uns sehr viel, und wir wünschen uns, dass sie hier eine gute Zeit verleben.“

Die anderen bestätigen das.

„Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer leisten großartige Arbeit“, betont Bürgermeisterin Marion Jost: „Ihre Hilfestellungen sind unersetzbar.“red./am

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