Die Zukunft kann kommen

Aus der Fußgängerzone im Charme der 70er Jahre wird „Lebachs grüne Mitte“

LEBACH Die Lebacher Fußgängerzone bis zum Theelufer soll zu einem multifunktionalen innerstädtischen Quartier umgebaut werden: Ein „Szenequartier“, das den Anforderungen von Wohnen, Verkehr, Dienstleister, Einzelhandel,... im Jahr 2030 mindestens genügt, vielleicht sogar seiner Zeit voraus ist. Da die Aufgabenstellung nicht einfach ist, haben sich drei Planungsteams in den letzten Monaten Gedanken gemacht, wie die Fußgängerzone im Jahr 2030 aussehen könnte.

Der Entwurf der Trierer Planungsteams ernst + partner / formsociety ist nun einstimmig als Sieger aus diesem Prozess hervorgegangen. Die Entwürfe aller Planungsteams standen am 6. April auf der Tagesordnung des Stadtrats. Alle Planungsteams haben mit großem Engagement und kreativen Ideen die ambitionierte Aufgabenstellung gelöst. Auch die Bürgerinnen und Bürger konnten bei der Abschlusspräsentation im Januar einen ersten Eindruck gewinnen. Anschließend hat eine Jury unter Vorsitz des Karlsruher Stadtplaners Professor Dipl.-Ing. Markus Neppl die Entwürfe aller Planungsteams einen ganzen Tag auf Herz und Nieren geprüft und den Entwurf von ernst + partner / formsociety dem Stadtrat als Sieger empfohlen.

Das Planungsteam ernst + partner / formsociety hat den Zuschlag vor allem deshalb bekommen, weil es innovative Ansätze für eine Neudefinition als innerstädtisches Quartier liefert und der Forderung „mutiger zu sein und stärker querzudenken“ am besten nachgekommen ist. Grundidee ist, die Einzelhandels-Fußgängerzone zu einem ökologisch geprägten Quartier zu entwickeln, das nachhaltiges, ökologisches Wohnen und Arbeiten vernetzt. Die starke nachhaltige Ausrichtung macht zudem die bisherigen Einzelhandelsflächen für Spezialisten aus Handel, Gastronomie und Dienstleistung interessant. Die Stadt Lebach kann hierbei beweisen, dass sie eine Antwort auf die Zukunftsfragen hat.

Nachdem der Stadtrat den Grundsatzbeschluss zur Weiterentwicklung der Fußgängerzone auf Grundlage dieses Konzeptes gefasst hat, werden nun Gespräche mit dem Ministerium für Inneres und Sport als Fördermittelgeber geführt. Anschließend soll gemeinsam mit der Lenkungsgruppe und der Politik ein „Lastenheft“ mit Aufgaben erarbeitet werden, das Grundlage für die Detailplanung ist. red./mk

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