Die Würze digitaler Kommunikation

(djd). Der raketenartige Aufstieg des Messenger-Dienstes WhatsApp wäre ohne sie wohl kaum denkbar, und auch der Kommunikation in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter geben sie erst das besondere Extra: Emojis - also die kleinen Smileys und Symbole - sind aus der modernen Unterhaltung per Smartphone und Tablet nicht mehr wegzudenken. Nicht nur Kids, sondern alle Altersgruppen haben ihren Spaß daran, Texte mit den niedlichen Bildchen zu "würzen".
Mit den Zeichen - Herzen, Smileys, traurige Gesichter - kann man dem Empfänger einer Nachricht Einblick in die eigene Gefühlswelt gewähren. Schreibt jemand die Nachricht "Mir geht's gut", dann erfährt sie dank dem Smiley mit der coolen Sonnenbrille erst die emotionale Betonung, die man in einem Gespräch unter vier Augen durch die Betonung des Satzes, den Gesichtsausdruck oder ein Lachen erzielen würde.

Das Emoticon ist schon 33 Jahre alt

Erfunden wurde das sogenannte Emoticon 1982 vom Informatiker Scott Fahlman von der amerikanischen Carnegie Mellon University. Er und seine Kollegen fanden Spaß daran, im Onlineforum der Universität sarkastische Witzeleien auszutauschen. Doch offenbar wurden diese häufig fehlinterpretiert. Genervt machte Fahlman irgendwann den Vorschlag, Scherzhaftes mit einem Smiley zu markieren :-), Ernstes dagegen mit :-(. Bald danach entstanden auch das zwinkernde ;-) und das laut lachende Emoticon :-D. 

Viele andere interessante Dinge zum Hype rund um die niedlichen Zeichen und Symbole gibt es auch unter www.rgz24.de/smileys. Hier findet man einen Online-Link zu besonders originellen Exemplaren, zu einem Smiley-Lexikon und zu einer Anleitung, wie man Smileys per PC-Tastatur ganz einfach selbst erzeugen kann.

Weltweit normiert

Emojis wurden 2010 in den globalen sogenannten Unicode aufgenommen: In ihm sind alle bekannten Schriftzeichen und Textelemente unterschiedlichster Sprachen und in einer digitalen Chiffre enthalten. Deshalb können die Emojis nun auf allen Smartphones und Computern einheitlich angezeigt werden.

Künftig sollen Emoticons und Smileys im Übrigen noch mehr die menschliche Vielfalt widerspiegeln: Sechs verschiedene Hautfarben sollen den Nutzern demnächst zur Auswahl stehen, das hat das Konsortium Unicode beschlossen.

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