Die neuen Langstrecken-Könige

Porsche-Werksfahrer Bernhard, Bamber und Hartley sahnen ab

BRUCHMÜHLBACH-MIESAU Zum dritten Mal in Folge haben Porsche-Werksfahrer mit dem Le-Mans-Prototyp 919 Hybrid den Fahrertitel in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) gewonnen.

Dieser Tage lösten Timo Bernhard (DE), Earl Bamber (NZ) und Brendon Hartley (NZ) mit Platz zwei beim Sechsstundenrennen in Shanghai ihre Vorgänger Romain Dumas (FR), Neel Jani (CH) und Marc Lieb (DE) ab. Für Bernhard und Hartley ist es nach 2015 der zweite Fahrer-Weltmeistertitel in der WEC. Die beiden sind mit zwölf gemeinsamen Rennsiegen die erfolgreichsten Langstreckenpiloten der WEC-Geschichte; ihren ersten WM-Titel gewannen sie 2015 mit Mark Webber (AU) als drittem im Bunde. Die Strecke war konstant trocken bei Außentemperaturen um 15 Grad Celsius.

Einmal mehr spielte der verschleißintensive Asphalt auf dem chinesischen Formel-1-Kurs eine entscheidende Rolle. Earl Bamber kann sich nach dem Start kurzfristig auf Position drei verbessern, muss dann aber den schnelleren Nummer-8-Toyota ziehen lassen und ist wieder Vierter. Als der zweite Porsche ein technisches Problem hat, rückt Bamber auf Platz drei nach vorn. Er tankt nach 30 Umläufen und übergibt nach 61 Runden an Brendon Hartley, der neue Reifen erhält.

Nach 76 Runden tankt der Neuseeländer unter „Full Course Yellow“ nach. Drei Runden später wird er beinahe von einem LMP2 von der Strecke geschoben. Es gibt einen Kontakt, der aber ohne schwere Folgen bleibt. Ende der 107. Runde tankt Hartley erneut.

Die Reifen bleiben drauf, aber die Fronthaube wird getauscht, weil sich darin viel Gummiabrieb gesammelt hat. In der 126. Runde wird Hartley vom führenden Nummer-8-Toyota überrundet. Nach 137 Runden für die Startnummer 2 übergibt er an Timo Bernhard, der mit frischen Reifen weiterfährt. Bernhard tankt nach 166 Runden letztmals nach (Rennrunde 167). Als der Nummer-7-Toyota in der Box steht, rückt der Deutsche auf Position zwei vor. red./jj

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