„Die Geiseknoddel ist echt“

Veranstaltung „Werzbach sellemols“ war ein großer Erfolg – Weitere Termine 2018 geplant

NIEDERWÜRZBACH Die neue Reihe „Werzbach sellemols“ des Heimat- und Verkehrsvereins Niederwürzbach im DRK-Heim ist gut angekommen. Dass der Vorstand des Vereins mit dieser Idee voll ins Schwarze getroffen hatte, stellte sich bald heraus, denn die 75 Karten waren im Nu verkauft. Auf Grund der enormen Nachfrage sollen zu Beginn des neuen Jahres weitere Termine folgen.

Zu Beginn begrüßte Petra Linz als 2. Vorsitzende in Vertretung von Bernhard Wesely die zahlreichen Gäste. Sie wies darauf hin, dass der HVV nach turbulenten Jahren nun wieder in ruhigerem Fahrwasser seiner eigentlichen Aufgabe nachkommen könne.

Kern der Veranstaltung waren drei Filme von jeweils 20 Minuten, die das erste Strand- und Heimatfest im Jahre 1971 dokumentierten. Damals trafen sich im Vorfeld etwa 20 Niederwürzbacher Filminteressierte, die sich zur Aufgabe setzten, das Fest in Film und Ton zu dokumentieren. Daraus entstand im Jahr darauf der Amateurfilmclub Niederwürzbach.

In der Gründungssitzung schlug Otto Hemmerling pragmatisch vor, einen jungen ersten Vorsitzenden zu wählen, dann müsse man nicht so oft einen Nachfolger suchen. Gewählt wurde damals Jürgen Baquet, der dieses Amt seitdem innehat. Jürgen Baquet, der das Filmequipment samt Filmvorführmaschine zu Verfügung stellte, berichtete über die damaligen Ereignisse und über die vielen Hindernisse, die es zu überwinden galt. Etwa, dass beim Anschalten der Bühnenbeleuchtung im Festzelt die Sicherung herausfiel und die Gäste zeitweise im Dunkeln saßen. Von den Würzbacher Vereinen wurde an drei Tagen einiges auf die Beine gestellt: eine Ruderregatta auf dem Weiher, ein Fußballturnier der Dorfvereine, ein Festkommers, ein großer Umzug mit dem Motto „Deutsche Märchen“ und schließlich als Höhepunkt der bunte Abend mit dem damaligen absoluten Superstar der Määnzer Fasenacht, Margit Sponheimer samt abschließendem Höhenfeuerwerk.

Gezeigt wurde auch ein Film von Seppl Allgayer, der das Ablassen des Würzbacher Weihers zum Anlass nahm, einen Film im „Science-Fiction-Format“ über Würzbach zu produzieren. Es wurde viel gelacht, vor allem als der Professor, alias Seppl Allgayer, am Ende mit wissenschaftsschwerem Blick sagte: „Die Geiseknoddel ist echt!“

Nach den Filmen zeigte Dorfhistoriker Klaus Ruffing aus seinem unermesslichen Fundus zahlreiche Bilder aus Niederwürzbach und seiner Umgebung – unter anderem vom Sägeweiher als Badeweiher samt Umkleidekabine und kleiner Gastwirtschaft, von der Backsteinfabrik bis zur Würzbacher Mühle und deren Abriss. Es gab auch Bilder auf denen Niederwürzbacher Männer mit Frauen abgebildet waren, die nicht die spätere Ehefrau waren. Namen werden an dieser Stelle aus „datenschutzrechtlichen Gründen“ nicht veröffentlicht.

Es war alles in allem ein sehr kurzweiliger Nachmittag. Gelungen war der Nachmittag unter anderem auch, weil die vielen Helfer des DRK die Gäste mit selbst gebackenem Kuchen, Wurstbroten und Getränken hervorragend bewirtet haben. Der Erlös dieser Veranstaltung fliest in die Jugendarbeit des Roten Kreuzes, der Feuerwehr und der Pfadfinder.red./dos

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