Der Spaß steht an erster Stelle

Die Rockband Purple Haze aus dem Saarpfalz-Kreis feiert ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum

SAARPFALZ-KREIS Die Bandmitglieder von Purple Haze haben in 25 Jahren gemeinsam viele Höhen, aber auch Tiefen erlebt. Zwei Gründungsmitglieder sind noch von der Urbesetzung von 1993 übrig geblieben.

Marc-Oliver Mayer (Schlagzeug) und Olaf Ehrmantraut (Gitarre) sind die Motoren der Band, die alles am Laufen halten. Purple Haze sind mehr als nur eine Rockband, die auf den großen Bühnen im Umland auftritt. Allesamt sind sie richtig gute Freunde geworden.

„Man kann das mit einer Ehe vergleichen. Man muss zusammen durch dick und dünn gehen und an einem Strang ziehen. Nur so kann man seine selbstgesetzten Ziele erreichen“, betont Mayer.

Die zwei damaligen Jugendlichen haben sich in der Zweibrücker Musikschule kennengelernt. Mayer bekam Schlagzeugunterricht, Ehrmantraut lernte Gitarre. Die Musikschule organisierte einen Musikworkshop mit dem Ziel, eine „Musikschulenband“ zu gründen. Geleitet wurde der Workshop von Pietro Ramaglia, ein mittlerweile international bekannter Drummer, der bereits mit Sarah Connor und der Formation La Bouche gemeinsam auf Tour war.

Bandproben beschränkten sich wegen des jugendlichen Alters auf jeweils 45 Minuten am Nachmittag einmal die Woche. Der Name „Purple Haze“ wurde gewählt, weil alle Musiker Fan von Jimi Hendrix waren.

Die jungen Buben sind mittlerweile erwachsen geworden, haben Familie und teilweise auch schon Kinder. Der Nachwuchs ist also gesichert.

In den Anfangszeiten spielten Purple Haze auf einigen Veranstaltungen der Musikschule. Auch andere Auftrittsmöglichkeiten wurden wahrgenommen. „Mein Opa war in meinem Heimatort in der Kirche als Organist tätig und hat uns einen Auftritt beim örtlichen Seniorennachmittag verschafft“, schmunzelt Ehrmantraut und berichtet weiter: „Die betagten Leute haben nicht schlecht gestaunt, als wir loslegten.“

Eine gute Zeit später wurden einige Kommunen und Konzertveranstalter auf Purple Haze aufmerksam. Langsam aber sicher enterte man größere Bühnen und spielte auf sämtlichen Stadtfesten in der Region, vorerst meist als Supportband für größere Acts. Man spielte bevorzugt Coversongs seiner Idole aus den 70er und 80er Jahren. Nach und nach kamen auch einige Eigenkompositionen hinzu, welche 2001 auf der EP „Streets To Nowhere“ erschienen sind. Insgesamt fünf Songs schafften es auf die CD, welche im GuMa Studio in Saarbrücken aufgenommen wurde. Als auf dem Zweibrücker Stadtfest 2007 die Gelegenheit bestand, einen Livemitschnitt aufzunehmen, nutzte man die Gelegenheit und brachte nach ein paar Monaten die Live-CD „Live & Loud“ auf den Markt.

Nach und nach verließen aus privaten oder beruflichen Gründen einige Mitglieder die Band und wurden durch neue Musikanten ersetzt.

In der heutigen Formation besteht die Band seit 2011.

Auch unplugged gefragt

Purple Haze sind mittlerweile auf allen Bühnen im Saarland und in Rheinland-Pfalz präsent. Sie sind gern gesehener Gast auf Dorf- und Stadtfesten, Festivals sowie auf Motorradtreffen. Für kleinere Clubs oder Gaststätten bietet die Band seit 2008 ganz exklusiv ihr Programm auch als Unplugged-Set an.

„Trotz der vielen Auftritte und Proben steht bei uns der Spaß an der Sache weiterhin an erster Stelle. Wir unternehmen viel zusammen, gehen gemeinsam auf Konzerte unserer Idole. Einmal im Jahr verbringen wir ein Bandwochenende im Ferienpark Hambachtal, gehen dort in die Sauna und kochen zusammen. Auch bei gemeinsamen Urlauben haben wir schon viel zusammen gelacht und gefeiert“, schwärmt Tobias Weissgerber. „Deshalb muss es auch menschlich passen, wenn es eine Umbesetzung in der Band gibt“, klärt Dirk Reichel über das Leben als Purple Haze Mitglied auf.

Das Bandjubiläum wird das ganze Jahr über gefeiert. Es wird also kein einzelnes Konzert zum Jubiläum geben. Jedes Konzert der Band wird somit zu einer speziellen 25 Jahre Show, bei der viele Hits und Klassiker aus vergangenen Zeiten, aber auch neue Songs präsentiert werden. Auch der ein oder andere EX-Purple Haze Musiker wird sich bei den einzelnen Auftritten erneut dem Publikum zeigen.

„Bereits jetzt ist klar, dass jedes einzelne Konzert ein Highlight werden wird. An unserer Eigenveranstaltung, dem Osterrock in Blieskastel (31. März 18) wird zum Beispiel unsere erste Sängerin Carmen Herkommer mit von der Partie sein“, fügt Nico Kiefer hinzu.

„Beim Ohmbachseefest am 20. Juli 18 wird auch unser ehemaliger Gitarrist Manuel Kettenring bei uns wieder in die Saiten hauen“, ergänzt Andreas Baltes. Es wird also ein turbulentes Jahr mit vielen Überraschungen geben. Man darf gespannt sein.

Kontakt

Weitere Infos zur Band und bereits bestätigte Konzerttermine unter www.purple-haze. info.red./sb

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