Den Kopf frei bekommen

(djd). In Ruhe durchatmen, den Alltag einmal länger hinter sich lassen, kurz: sich eine Auszeit nehmen. Das ist der Traum vieler Bundesbürger. "In einer freiwilligen Auszeit geht es darum, sich neu zu orientieren. Also ein Stück auf Abstand zu gehen und mal den Kopf frei zu bekommen", so der Berliner Coach und "Auszeit-Experte" Carsten Alex. Dabei könne man sich quasi freispielen und aus der Tagesroutine herauskommen. Man könne Dinge machen, für die es im normalen Alltag wenig bis keinen Platz mehr gebe, weil jeder funktionieren müsse.

Carsten Alex weiß auch, was sich die Menschen bei einer Auszeit am meisten wünschen: "Die Leute sehnen sich nach Abstand und Ruhe im Sinne von Anregung. Durch Selbstbestimmtheit einfach mal ausbrechen aus dieser Tagesroutine, in der fast jede Minute durchgeplant ist." Gibt es die ideale Dauer einer Auszeit? "Ich würde mindestens eine Dauer von drei Monaten empfehlen. Ideal sind aus meiner Sicht sechs bis neun Monate", so Alex. Alles über neun Monate könne kritisch werden, da die Reintegration zurück in den Alltag sonst umso schwieriger werde.

Für eine Auszeit muss ein finanzielles Polster vorhanden sein. Fast jeder vierte Deutsche würde sich einer YouGov-Umfrage zufolge tatsächlich eine solche Pause vom Alltag gönnen, wenn er oder sie monatlich 5000 Euro zur Verfügung hätte.

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