„Das ist kein Jahr zum Parken“

Zwei neue FÖJler sind im Biosphärenreservat Bliesgau aktiv

BLIESKASTEL Hannah Hautz aus Wolfersheim und Luca Dorda aus Gerheim schnuppern seit Anfang September in die Arbeitswelt rein. Die beiden Achtzehnjährigen absolvieren beim Biosphärenzweckverband Bliesgau ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Dieses Freiwillige Ökologische Jahr bietet den jungen Menschen die Möglichkeit, sich mit den Themen Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Ökologie auseinander zu setzen.

„Für das Biosphärenreservat Bliesgau ist es ganz wichtig, dass wir junge Menschen mit im Boot haben, die uns in unserer vielfältigen Arbeit unterstützen. Wir legen großen Wert darauf, für die jungen Leute Büro- und Recherchearbeit mit Außeneinsätzen zu kombinieren. Dadurch dürfte es den Beiden nicht langweilig werden. Bei diesen Außeneinsätzen tun sie Gutes für Natur und Umwelt und erhalten interessante Eindrücke. Das ist kein Jahr zum Parken, daher wird das FÖJ auch pädagogisch begleitet“, betont Geschäftsführer Dr. Gerhard Mörsch.

So haben Hannah und Dorda am Würzbacher Weiher ein „Floß der Nachhaltigkeit“ gebaut, waren in die Vorbereitungen und Gestaltung des Biosphärenfestes im Europäischen Kulturpark Reinheim-Bliesbruck eingebunden, haben bei der internationalen Klimaschutztagung geholfen, waren bei der Apfelernte und der anschließenden Apfelsaftherstellung dabei oder haben Freiwilligenaktionen in Parks und Streuobstwiesen begleitet.

„Das war ein turbulenter Einstieg. Wir haben außerdem bereits eine von fünf Seminarwochen besucht. Da kommen alle 34 saarländischen FÖJler zusammen, um sich kennen zu lernen und auszutauschen. Jeden Tag etwas anderes zu tun ist recht cool“, freuen sich Hannah und Luca auf ein abwechslungsreiches und informatives Jahr.

Hannah und Luca haben 2017 ihr Abitur am Von der Leyen-Gymnasium in Blieskastel abgelegt. „Durch meine frühe Einschulung mit sechs Jahren und dem G8 hielt ich mein Abitur schon mit 17 Jahren in der Hand und wusste nicht über meine berufliche Richtung bescheid“, umschreibt Luca Dorda seine Beweggründe, sich für ein FÖJ zu entscheiden. Luca interessiert sich für das Studium der Raum- und Umweltplanung. Das FÖJ ist für ihn der ideale Start in das gesamte Thema wie auch eine Chance, viel zu lernen und davon später zu profitieren.

„Ich war schon immer sehr naturverbunden und engagiere mich schon lange für die Umwelt in meiner Umgebung. Ich finde es sehr interessant, in wie viele Aufgabenbereiche man im FÖJ Einblick gewinnt. Ich interessiere mich sehr für ein Studium im Fach Publizistik. Beim Zweckverband kann ich auch viel Erfahrung im Informationen sammeln und verarbeiten machen und sehen, ob dieser Beruf etwas für mich wäre,“ meint Hannah.

Am Ende des Jahres müssen die Beiden einen Erfahrungsbericht über ihre Zeit beim Biosphärenzweckverband verfassen, um das FÖJ zu reflektieren. Außerdem erhalten sie ein Abschlusszeugnis. „Das ist gut für spätere Bewerbungen“, weiß Geschäftsführer Holger Zeck.

Nähere Informationen zum Freiwilligen Ökologischen Jahr im Biosphärenreservat Bliesgau gibt es bei Stefanie Lagaly in der Geschäftsstelle des BiosphärenzweckverbanBliesgau in Blieskastel, Tel. (06842) 9600913, E-Mail s.lagaly@biosphaere-bliesgau.eu.dos

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