Christliche Opfer der NS-Zeit

Vortrag am 8. November im Historischen Museum

SAARBRÜCKEN Im Rahmen der Begleitveranstaltungen zur Sonderausstellung „Prominente Menschen aus dem Saarland. Eine Auswahl von Gräfin Elisabeth bis in das 21. Jahrhundert“ lädt das Historische Museum Saar für Mittwoch, 8. November, 19 Uhr, zu einem Vortrag von Prälat Prof. Dr. Helmut Moll über christliche Gewaltopfer aus dem Saarland in der Zeit des Nationalsozialismus ein. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) statt.

In der Zeit des Nationalsozialismus widerstanden auch saarländische Christen der Ideologie des Nationalsozialismus. Nicht wenige von ihnen starben für ihren Glauben und ihre Überzeugungen. Herausgestellt werden nicht das Mitglied der „Weißen Rose“ Willi Graf, von dem in der Sonderausstellung bislang noch nicht gezeigte Objekte zu sehen sind, sondern unter anderem auch der in Saarbrücken tätige Pazifist Josef Ruf. Unvergessen sind die Volksschullehrerin Charlotte Holubars in Heusweiler sowie die St. Josefsschwester Mirjam Michaelis in Saarlouis, die in einem Haus für schwer erziehbare Mädchen arbeitete und am Ende in den Gaskammern von Auschwitz starb. Mehrere Diözesanpriester wie zum Beispiel die Pfarrer Josef Ries aus Elversberg und Johannes Schulz aus Luisenthal (damals Obervölklingen) starben 1942, Kaplan Peter Schlicker aus Saarbrücken-Malstatt 1945 im KZ Dachau. Der Eintritt ist frei. red./sh

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