Bürkel-Galerie

Drei Neuzugänge durch private Leihgeber

PIRMASENS Neben dem Schriftsteller und Lautgedicht-Pionier Hugo Ball gehört der Genremaler Heinrich Bürkel unbestritten zu den prominentesten Söhnen von Pirmasens. Die Stadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, das künstlerische Erbe der beiden zu bewahren und zu pflegen. Zwei viel beachtete Dauerausstellungen im Kulturforum Alte Post widmen sich in konzeptionell unterschiedlichster Weise dem Leben und Wirken von Ball und Bürkel.

Seit April 2014 sind unter dem Titel „Heinrich Bürkel – Landpartie“ 42 Ölgemälde sowie 20 Skizzen, Zeichnungen und Pausen des 1802 in Pirmasens geborenen Künstlers der Romantik und der frühen Moderne zu sehen. Anhand von sieben chronologisch und thematisch geordneten Sektionen gibt die Ausstellung einen Überblick über verschiedene Werkphasen des Autodidakten Bürkel. Im Mittelpunkt stehen seine mit feinem Pinsel ausgeführten Landschafts- und Genredarstellungen aus der Zeit der Romantik. Die repräsentative Auswahl an Meisterwerken aus dem umfangreichen Sammlungsbestand der Stadt Pirmasens, darunter auch einige unkonventionelle malerische Experimente, bietet den Besuchern der Ausstellung neue Perspektiven auf das Schaffen des Künstlers.

Ergänzt wird die Kollektion durch herausragende Leihgaben, etwa der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Rheinland-Pfalz. Drei Neuzugänge werden ab Mitte November dauerhaft die Bürkel-Galerie ergänzen. Bei den Gemälden handelt es sich um die Werke „Walachischer Pferdefang“ (1825), „Winterliches Dorf im Gebirge (Rattenberg) mit Fuhrwagen“ (um 1863/65) sowie das undatierte Bild „Heuernte mit einer Gruppe rastender Landleute“.

Die drei Werke aus dem Privatbesitz zweier Kunstsammler, die ungenannt bleiben möchten, wurden kürzlich im Auftrag der Stadt Pirmasens fachgerecht von der Restauratorin Hilda Grosse (Bonn) gereinigt und konserviert. red./dos

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