Blutspende wichtig

Langjährige Spender in Gersheim geehrt

GERSHEIM Für den 79-jährigen Gersheimer Werner Braun war seine 125. Blutspende gleichzeitig die letzte. Seit Anfang Oktober ist die Altersgrenze auf 76 Jahre herabgesetzt worden, sodass er sich nicht mehr „anzapfen“ lassen konnte.

Beim Blutspendetermin im Gersheimer Kulturhaus ehrte ihn der DRK-Ortsvereinsvorsitzende Manfred Baldauf mit einer Dankurkunde und einem Präsent. „Ich hab an andere gedacht, als ich vor vielen Jahren damit begann“, teilte Braun mit. Außer einmal in St. Ingbert und zweimal in Habkirchen war er immer seinem Heimat-DRK treu. Er würde sich freuen, wenn jeder Blut spenden würde, da es oftmals lebensnotwendig sei, dass Blutinfusionen genutzt werden könnten.

Achim Martin aus Herbitzheim und Hildegard Grünewald aus Gersheim wurden beide für 75 Blutspenden geehrt. Martin spendet schon seit er 20 Jahre alt ist und war immer in Gersheim. Soweit es ihm möglich ist, geht er jährlich fünfmal zur Blutspende. Auch Hildegard Grünewald nutzt jede Möglichkeit, doch dürfen Frauen pro Jahr nur viermal Blut spenden. Ihre Motivation liegt darin begründet, dass sie früher selbst Mitglied im DRK war und da mitbekommen habe, dass es eine gute Sache sei, damit auch anderen Menschen zu helfen.

Baldauf informierte, dass seit dem Beginn im Jahre 1972 rund 14000 Blutspenden in Gersheim entgegen genommen wurden. Immerhin zählte man bisher 26 Blutspender, die 75 Mal da waren und fünf 100 Mal. Darunter sind Klaus Rohr (Reinheim) und die beiden Rubenheimer Karl Klingler und Helmut Lenert gewesen.

Der Erste 125. war im Jahr 2009 der Walsheimer Klaus Welsch. Ihm folgte jetzt Werner Braun. Baldauf bedauert, dass die Zahl der Blutspender rückläufig ist und man sich, bei etwa 50 einpendele. Er führte die Entwicklung darauf zurück, dass grundsätzlich die Spendenfreudigkeit zurückgegangen sei, dass aber auch viele der „etatmäßigen“ Spender aus Alters- und Krankheitsgründen nicht mehr kommen könnten. Trotzdem freue es ihn, dass immer wieder Neuspender, darunter auch viele junge Menschen, kommen und sich registrieren lassen.ott

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