Bergsteigen – ein Sinnbild fürs Leben

Extremkletterer Alexander Huber beim Wirtschaftsforum der KSK Saarlouis

SAARLOUIS Wie das wohl sein mag, wenn dieser drahtig-muskulöse Oberbayer einem die Hand drückt?

„Zum Klettern brauchst Du natürlich Kraft in den Fingern“, lacht Extrem-Bergsteiger Alexander Huber. Für seinen Sport gehört noch mehr dazu: unbedingter Wille zu Erfolg, unerschütterliches Selbstvertrauen, das Gespür für die richtige Bewegung und den sicheren Tritt sowie ein waches Auge für das Risiko.

„Bergsteigen ist eigentlich eine wunderbare Metapher für das Leben“, findet Huber und erntet Applaus von den mehr als 400 gespannt lauschenden Zuhörern beim Wirtschaftsforum der Kreissparkasse Saarlouis (KSK).

Berühmtheit hat Alexander Huber spätestens erlangt, als er vor Jahren mit seinem Bruder Thomas die 1000 Meter hohe Steilwand des legendären „El Capitan“ im Yosemite Nationalpark in den USA in atemberaubenden zwei Stunden und knapp 46 Minuten geradezu emporflog - Weltrekord.

Die Speed-Kletterkunst der „Huber-Buam“ wurde zum preisgekrönten Kino-Dokumentarfilm und brachte ihnen 2008 auch den Bayerischen Sportpreis ein.

Heute ist der diplomierte Physiker Alexander 49 Jahr alt und lässt es als Kletter-Profi und staatlich geprüfter Berg- und Skiführer etwas ruhiger angehen. Wobei er die Menschen gerne von seinen reichen Erfahrungen profitieren lässt.

„Man kann vom Bergsteigen viel lernen“, ist sich Huber sicher. „Nicht der Berg ist es, den man bezwingt, sondern das eigene Ich“.

Dabei gebe es natürlich auch Rückschläge. „Aber am Ende ist es doch am Schönsten, wenn man auf dem Gipfel steht“.

Klettern ist ein Wachstumssport. Darauf hatte KSK-Vorstandsvorsitzender Horst Herrmann bei der Begrüßung der Gäste, unter ihnen auch Gesundheitsministerin Monika Bachmann und Landrat Patrik Lauer, hingewiesen. „Klettern und Bouldern, das Klettern ohne Seil und Gurt, sind zurzeit voll im Trend“.

Auch die Zahl der Indoor-Sportkletterer sei stark gestiegen, so Herrmann. Derzeit wachsen die Kletterhallen quasi wie Pilze aus dem Boden. Eine solche Halle gibt es seit letztem Jahr auch in Saarlouis. red./am

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