Beachtliches Investitionsprogramm

Zuschussprogramme optimal nutzen – Gemeinde Schmelz weiter auf Sanierungskurs

SCHMELZ „2018 wird ein sehr arbeitsintensives Jahr“, weiß der Schmelzer Bürgermeister Armin Emanuel und spricht damit beispielsweise die interkommunale Zusammenarbeit in verschiedensten Bereichen und die Planungen zur „Nordsaarlandklinik“ an. „Wir brauchen meiner Meinung nach eine Klinik mit 300 Betten und Spezialabteilungen, damit sich das Ganze trägt und wir eine zukunftssichere Versorgung an einem leistungsfähigen Standort gewährleisten können.“ Man müsse hier über den Tellerrand hinausschauen. Deshalb will er versuchen, alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen.

Im Hinblick auf die Haushaltslage ist die Gemeinde Schmelz seit sieben Jahren mit Erfolg auf dem Sanierungspfad. Die Gemeinde muss voraussichtlich auch in 2018 keine zusätzlichen Kassenkredite aufnehmen, sondern kann den Abbau der aufgelaufenen Kredite fortsetzen. Außerdem kann die Gemeinde ein beachtliches Investitionsprogramm in der Größenordnung von insgesamt 2,375 Millionen vorlegen. „Dies ist nur möglich, wenn wir alle Zuschussprogramme optimal nutzen.“

Ein großes Sorgenkind sei derzeit die Schließstraße in Hüttersdorf. Die aufwendige Sanierung der Mauern, die den Rinkerbach im Bereich der Schließstraße fassen, wird Kosten von insgesamt 1,7 Millionen verschlingen. 300000 Euro davon muss die Gemeinde alleine in 2018 an Eigenmitteln aufbringen.

Im Rahmen des „Kommunalen Investitionspakets I“ kann nach Abschluss der Sanierung des Kulturhauses in Hüttersdorf die Sanierung der Primshalle fortgesetzt werden, sodass die Halle zukunftsfähig ist. Im Rahmen des „Kommunalen Investitionspakets II“ stehen Mittel für die Sanierung und Ausstattung der Grundschulen zur Verfügung. So werde in der Stephansschule beispielsweise in die Elektroinstallation und den Brandschutz investiert, in Hüttersdorf in die Sanierung der Lehrertoiletten und 2019 ebenfalls in die Technik. Für die Grundschule Limbach können 2019 Mittel für den Bau eines Multifunktionsfeldes genutzt werden. In Limbach werde auch die Sanierung der Alten Schule (Dorfgemeinschaftshaus) fortgeführt. Ein zentrales Projekt, das die Gemeinde bis 2020 beschäftigen wird, ist die Trinkwasserversorgung der Bürger. Hier investiert die Gemeinde u.a. durch den Bau eines neuen Grundlastbrunnens in die Versorgungssicherheit. Außerdem stehen die Erschließung von Wohnbauflächen (Enkeltrieschen), die Erneuerung von Filter- und Chlorgasanlagen im Heidebad, die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges für den Löschbezirk Limbach sowie die Schaffung von Retentionsraum im Rahmen der Hochwassersicherung an.

mk

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