Barrierefreiheit an Bushaltestellen

Zuschuss vom Land für die Gemeinde Rehlingen-Siersburg

REHLINGEN-SIERSBURG Nach einer Rechtsvorschrift der EU sollen bis einschließlich des Jahres 2022 alle Haltestellen im öffentlichen Personenverkehr behindertengerecht ausgebaut sein. Im Saarland fördert das Ministerium für Wirtschaft und Verkehr diesbezügliche Vorhaben mit 90 Prozent der als zuwendungsfähig anerkannten Baukosten.

Nach Mitteilung der Gemeindeverwaltung baut die Gemeinde Rehlingen-Siersburg in diesem Jahr zehn Bushaltepunkte in sechs Gemeindebezirken mit einem Auftragsvolumen von rund 521000 Euro (ohne Nebenkosten) behindertengerecht um. Dabei handele es sich zumeist um beidseitig der Straße gelegene Haltestellen. „An Stellen, an denen noch keine Wartehäuschen gegeben sind, die verfügbare Fläche eine Errichtung aber erlaubt, gehört zum jeweiligen Einzelprojekt auch der Bau einer solchen Wartehalle dazu“, erklärt Bürgermeister Martin Silvanus.

Die Bewilligung der Landesförderung folgte dieser Tage auch die Übergabe eines symbolischen Schecks über den Betrag in Höhe von rd. 441000 Euro durch Umweltminister Reinhold Jost, stellvertretend für Verkehrsministerin Anke Rehlinger, an Bürgermeister Martin Silvanus und den Ersten Beigeordneten Norbert Bettinger.

Rehlingen-Siersburgs Verwaltungschef erläutert ergänzend, dass beim Vollzug des Umbaues von Haltestellen vor Ort nicht Beeinträchtigungen der unmittelbar angrenzenden Anwohner und deren anliegenden bebauten und unbebauten Grundstücke ganz zu vermeiden seien. Seine Bauabteilung sei aber bemüht, in jedem Einzelfall verständnisvolle Regelungen und Übereinkünfte herbeizuführen. In solchen Fällen stehe auch er persönlich den betreffenden Bürger zur Verfügung.

Für das kommende Jahr 2018, so kündigt Bürgermeister Martin Silvanus an, werde die Gemeinde Rehlingen-Siersburg wiederum ein solches Ausbauprogramm in vergleichbarer finanzieller Größenordnung auflegen.

red./mk

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