Aufbruchstimmung beim ATSV Saarbrücken

Investitionen in Sportstätten und Jugendarbeit

SAARBRÜCKEN Der Vorstand des ATSV Saarbrücken hat seine Sponsoren und Gönner zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen, da in nächster Zeit umfangreiche Investitionen sowohl in die Sportstätten als auch in die Jugendarbeit anstehen. Stephan Schaeidt, 1. Vorsitzender, dankte den Anwesenden für ihre langjährige Treue und Verbundenheit, die sie dem Verein mit seinen 1800 Mitgliedern bisher entgegengebracht haben. Es sei ihm wichtig, sie über die anstehenden Maßnahmen zu unterrichten.

Nachdem der Verein sich 2015 beim Bundesbauministerium vergeblich beworben hatte, Fördergelder zur Sanierung seiner Sportstätten zu erhalten, war ein erneuter Antrag im letzten Jahr erfolgreich. Am 1. Februar 2017 besuchte Michaela Engelmeier, Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, die Sportanlagen und erkannte die dringende Notwendigkeit einer Sanierung. Bereits am 8. März entschied dann der Haushaltsausschuss des Bundestages, dieses Projekt zu fördern. Der Bund stellte eine Summe von 3,4 Millionen Euro zur Verfügung, die Stadt Saarbrücken beteiligt sich mit 400000 Euro. Davon fließen in die Sporthalle 1,1 Millionen Euro, der Rest steht für den Sportplatz zur Verfügung.

Schaeidt machte deutlich, dass die veranschlagten Fördergelder für die Halle lediglich ausreichen, um eine energetische Sanierung durchzuführen und Barrierefreiheit herzustellen. In 2015/16 habe der Verein bereits 90000 Euro in die statische Sanierung investiert, die Stadt Saarbrücken und Energie SaarLorLux, einer der Hauptsponsoren, sorgten mit einer Summe von 30000 Euro für die dringend notwendige Erneuerung der Beleuchtung.

Weitere finanzielle Belastungen

Wie Schatzmeister Carlo Donner erklärte, sieht er noch weitere finanzielle Belastungen auf den Verein zukommen: „Wir müssen auch noch die sanitären Einrichtungen und den Boden sanieren. Dies ist mit den Mitteln des Bundes nicht mehr zu stemmen.“ Da die Halle, ebenso wie die Sportplatzanlage, von zahlreichen Schulen genutzt wird, rechnet man noch mit einer Unterstützung durch die Stadt.

Bei der Erneuerung der Sportplatzanlage wird sich die bisherige Geometrie nicht ändern. Der Schwerpunkt der Sanierung soll bessere Voraussetzungen für die Leichtathletik schaffen, der stärksten Abteilung des ATSV. Geplant sind auf dem ersten Platz vier parallele Tartanbahnen, Anlagen für Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Diskus, Speer- und Hammerwurf. Für die Fußballer ist ein Naturrasenplatz vorgesehen. Ein Multifunktionsfeld für verschiedene Ballsportarten sowie Beachvolleyball ist für den Mittelplatz in der Planung. Dieser steht auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Der dritte Platz bleibt vorerst unverändert. Das Gesamtprojekt muss bis 2020 abgeschlossen sein.

Stolz verwies Schaeidt auf die stabilen Mitgliederzahlen. „Wir sind im Breitensport sehr stark aufgestellt.“ In diesem Zusammenhang sprach er auch über das große Interesse an der Schwimmschule. Ebenso sei die Nachfrage nach Jugendfußball sehr groß, sodass in der Saison 2017/18 verstärkt in diese Sparte investiert werden soll. Er stellte Pascal Schuh als neuen Trainer vor, der sich vorgenommen hat, den Fußball wieder zu beleben. „Wir werden ambitioniert planen und etwas ganz Großes aufbauen“, so Schuh. Ihm ist dabei auch die Vermittlung von Werten wie Fairness, Respekt und Toleranz wichtig. Mit diesem Vorhaben liegt er ganz auf der Wellenlänge des ATSV, der sich Kameradschaft, Teamgeist und soziale Integration als Leitbild auf seine Fahnen geschrieben hat. wh

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