Aufbau der Flüchtlingsunterkunft

Rüdiger Schneidewind und Christine Becker informierten vor Ort

Aktuell leben 450 Flüchtlinge in Homburg. Für die Unterbringung weiterer Flüchtlinge entschied sich die Verwaltung für eine winterfeste Zelthalle auf dem ehemaligen Freibadgelände zu errichten - als Übergangslösung. Der Rohbau sozusagen stand, als Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind und Christine Becker vor Ort über den Stand der Dinge berichteten.

„Wir brauchen hier keine Debatte zu führen, wie die Flüchtlingsfrage in der Welt, in Europ und Deutschland diskutiert wird. Wir bekommen die Flüchtlinge zugewiesen und haben sie unterzubringen“, machte Schneidewind eingangs nochmal deutlich.

Die Anzahl der Menschen, die im Zelt wohnen werden, korrigierte er auf maximal 220 Frauen und Männer.. Familien mit Kindern soll das ehemalige Verwaltungsgebäude der Stadtwerke zur Verfügung stehen, „Dank der Bereitschaft von Bürgern, Wohnraum zur Verfügung zu stellen, sind wir in der Lage gewesen, jene Flüchtlinge, die im Oktober kamen, in Wohnungen unterzubringen. Es sind weitere Kapazitäten vorhanden, so dass man erst Ende November, Anfang Dezember mit der Belegung des Zeltes begonnen werden muss.

Die Logistik zu stellen sei ein immenser Aufwand. Zudem seien die Betten noch nicht geliefert – eine zwingende Voraussetzung, die Menschen unterzubringen, konstatierte OB. Den weiteren Ausbau der Logistik soll unter Einbezug der Flüchtlinge geschehen. „Es ist ganz wichtig, dass die Flüchtlinge von Anfang an hier mit eingebunden werden, zum Beispiel in die Reinigung des gesamten Geländes , in Arbeit ohnehin, so das die Menschen nicht den ganzen Tag unbeschäftigt bleiben.“ Eine Beschäftigung für 1,05 Euro die Stunde ist möglich. Sehr positiv wertete Christine Becker die Möglichkeit, Sprachkurse für Flüchtlinge anzubieten, auch wenn sie noch keine Anerkennung haben. So wird zum Beispiel ab kommender Woche eine Gruppe von 25 Flüchtlingen in Beeden geschult werden. „Viele Angebote kommen auch von Bürgern, die sich ehrenamtlich betätigen wollen und von Sportvereinen, die Jugendliche und Erwachsene mit einbeziehen möchten“, lobte Christine Becker. Zur Koordination der Ehrenamtsarbeit und der Wohnraumangebotes wird derzeit ein Internetportal eingerichtet, dass bis spätestens Ende des Jahres freigeschaltet werden soll.

Mitte November soll eine Bürgerversammlung für die Anwohner

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