Auch Wolfgang Weber vom TVI

60-jähriges Jubiläum des Saarländischen Sportlehrerverbandes

SAARBRÜCKEN/ILLINGEN In der Multifunktionshalle der Hermann Neuberger Sportschule feierte der Landesverband Saar des Deutschen Sportlehrerverbandes sein 60-jähriges Bestehen. Langjährige Mitglieder wurden geehrt, darunter auch Wolfgang Weber, Trainer des TV Illingen. Er erhielt ein Präsent und eine schmucke Urkunde, für 50 Jahre Mitgliedschaft im Landesverband.

Eine Schar Prominenter überbrachte ihre Grußbotschaften, unter ihnen Claude Scheuer, Vertreter der EUPEA (European Physical Education Association), Professor Günter Stibbe (Uni Köln), Michael Fahlenbrock, Präsident des Deutschen Sportlehrerverbandes, Staatssekretärin Christine Streichert-Clivot und Klaus Meiser, Präsident des Saarländischen Landessportverbandes.

Professor Georg Wydra, der Vorsitzende des saarländischen Sportlehrerverbandes und Leiter des Sportwissenschaftlichen Instituts der Universität des Saarlandes, organisierte die Jubiläumsveranstaltung.

Wydra startete in seinen aktiven Jahren für die Leichtathletik-Gemeinschaft Saar 70, der bekanntlich neben dem TV Illingen auch die TG Landsweiler-Reden, der TV Ottweiler, der TV Wemmetsweiler und der TuS Wiebelskirchen angehören.

In seiner Festrede kritisierte Wydra, dass der Sportunterricht im schulischen Alltag ein Stiefkind sei. Als bestes Beispiel führt er an, dass im Saarland vor über 20 Jahren die dritte Sportstunde abgeschafft wurde, mit gravierenden Folgen. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die zeigen, dass die körperliche Leistungsfähigkeit der Kinder in den beiden letzten Jahrzehnten in besorgniserregender Weise abgenommen hat. Die sinkende Fitness ist mit gesundheitlichen Problemen verbunden, was die Verantwortlichen wachrütteln sollte.

Unbestritten, so Wydra, tut Sportunterricht der Gesundheit gut. Er fördert aber auch das Sozialverhalten und verbessert die Konzentrationsfähigkeit. Es gibt weniger Unterrichtsstörungen an Tagen mit Sportunterricht. Aber in erster Linie gilt, dass Bewegung, Sport und Spiel ein Kulturgut darstellen. Denn was macht das menschliche Leben eigentlich aus? Ganz bestimmt, so Wydra, nicht allein die Arbeit. Laut Schiller ist der Mensch nur da wirklich Mensch, wo er spielt.

Spielen, so Wydra, ist eine große Bereicherung unseres Lebens. Das gilt für Groß und Klein. Um dies zu erkennen, genügt ein Blick aufs rege Treiben der Kleinen im Eltern-Kind-Turnen oder im Bewegungstraining des TV Illingen. Auch für ambitionierte Ältere ist der TVI da, ganz im Sinne von Wydras Worten, dass Sport im Verein am schönsten ist: Die Truppe um Lars und Simon Schwindling wurde Meister der Geräteturn-Oberliga. Und die TVI-Showtanz-Gruppe Wild Witches unter „Oberhexe“ Gabi Steuer genießt Legendenstatus, avancierte beim Deutschen Turnfest 2009 in Frankfurt zur DTB-Showgruppe Nummer 1. Parallel dazu triumphierten die UVIS, als Seniorentruppe Stolz und Motor des TVI, im Volleyball in der Kategorie „Mixed Mannschaft“ – 2009, was für ein Glücksjahr für den TV Illingen!

Das Jahr 2017 aber gehört unbestritten „Autres Choses“. Die Spitzenformation aus Saarlouis wurde kürzlich in der Barockstadt Ludwigsburg Deutscher Meister, zum fünfundzwanzigsten Mal.

Die Darbietungen von „Autres Choses“ waren denn auch beim Jubiläum des Saarländischen Sportlehrerverbandes das Highlight, sie allein waren schon das Kommen wert.

red./eck

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