Altes Brauchtum wird gepflegt

Rund 100 Reiter beim traditionellen Bruder-Konrad-Ritt der Rodalber Pferdefreunde

RODALBEN 66 Turnierpferde bis hin zum kleinen Pony und mehreren Kutschengespanne haben sich mit ihren Reitern und Pferdeführern am traditionellen Bruder-Konrad-Ritt der Rodalber Pferdefreunde beteiligt.

Die Reiter- und Kutschenprozession führte wieder durch die Innenstadt über den Stadtteil Lohn und Marienplatz zur Marienkirche. Dort fand ein kleines Reiterfest mit einem Gottesdienst im Freien und anschließender Pferdesegnung statt. An der Spitze der Reiterprozession befand sich zum dritten Mal Pfarrer Michael Stabel als Reliquienreiter. Musikalisch begleitete der evangelische Posaunenchor Donsieders den einstündigen Umzug.

Über 100 Reiter waren aus der Südwestpfalz, Vorderpfalz, dem Saarland und dem Badischen zur Ehre des Heiligen Konrad, dem Schutzpatron der Reiter, angereist. Im Gottesdienst, den der Posaunenchor unter der Leitung von Achim Baas gestaltete, nannte Pfarrer Stabel die Pferde als Partner der Menschen. In der früheren Landwirtschaft sei die Beziehung von Mensch und Tier noch stärker zum Ausdruck gekommen als heute. Gott habe die Schöpfung den Menschen anvertraut. Dafür stehe auch der Segen Gottes.

Nach dem Gottesdienst sprach Hermann Kölsch im Namen der Rodalber Reiterfreunde Stadtbürger Wilhelm Matheis als „Mann der ersten Stunde“ und allen freiwilligen Helfern die Anerkennung für die geleistete Arbeit bei der Organisation der Veranstaltung aus. Er erwähnte auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Rodalben, der Feuerwehr, dem Roten Kreuz und lobte auch die Unterstützung durch Anton Matheis für die Kirchengemeinde. Anerkennung zollte Kölsch auch Christa und Gerdi Mayer, die in diesem Jahr wieder für den Pfarrer das Pferd stellten. Er hob stellvertretend für die Rodalber Pferdefreunde auch die Verdienste des vor drei Jahren verstorbenen Dekans und Reliquienreiters Martin Ehling hervor.

Die Bewirtung der Reiter und Besucher übernahm in diesem Jahr die Heinrich-Kimmle-Stiftung. Das aus dem Jahr 1931 stammende volkstümliche kirchliche Brauchtum des Bruder-Konrad-Ritt wird bis heute erhalten. Die Landbevölkerung erwählte sich den heiligen Bruder Konrad zum Schutzpatron der Felder, Fluren und Tiere.rb

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