Abstrakte Kunst

Emanuela Assenza stellt im Schloss Dagstuhl aus

DAGSTUHL Der Einbruch politischer Themen in das gegenwärtige Kunstschaffen wurde anlässlich der diesjährigen Documenta ausgiebig diskutiert. Dazu nimmt auch die Künstlerin Emanuela Assenza Stellung. Sie hat sich die Frage gestellt, welche Berechtigung und Wertsetzung der freien Kunst in einer konfliktreichen, gesellschaftspolitischen Umwelt heute noch zukommen kann - und zwar gerade dann, wenn sie keine politischen Themen verarbeitet.

Den über sechzig zeichnerischen und malerischen Arbeiten, die bis 18. Januar in Schloss Dagstuhl zu sehen sind, liegt der Versuch zugrunde, zwischen der ungegenständlichen Bildauffassung und dem Zeitgeschehen eine Brücke zu schlagen: Die Künstlerin stellt die provokante These auf, dass es der Einbruch kultureller Werte in die Gesellschaft ist, der die aktuelle Kunst auszeichnet. In einem breiten Spektrum siedelt sich die Kunst von Emanuela Assenza an.

Die Ausstellung „Verneigung“ im Leibniz-Zentrum für Informatik Schloss Dagstuhl in Wadern zeigt, dass die Künstlerin mit einer Hochachtung gegenüber der Unerschöpflichkeit bildnerischer Mittel arbeitet. Wer mit ihrem Werk noch nicht vertraut ist, sollte sich das ästhetische Vergnügen dieser Neuentdeckung nicht entgehen lassen.

Die Ausstellung von Emanuela Assenza im Leibniz-Zentrum für Informatik Schloss Dagstuhl ist von Montag bis Donnerstag jeweils von 9 bis 15 Uhr und am Freitag von 9 bis 13 Uhr zu sehen. Das Leibniz-Zentrum ist vom 21. Dezember bis zum 7. Januar geschlossen. Weitere Infos gibt es unter Tel. (06871) 905-0 oder online unter www.dagstuhl.de/no_cache/ueber-dagstuhl/aktuelles/detail/meldung/672.red./ti

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