37. Solidaritätsbasar

Naturfreunde Saarland machen mit – Erlös geht an ein Umweltprojekt in Afrika

SAARBRÜCKEN Die NaturFreunde Saarland beteiligen sich am Solidaritätsbasar, der am 25. und 26. November in Saarbrücken stattfindet. Der Erlös, den sie durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen erzielen werden, soll einem Projekt in Togo zugute kommen. Die Naturfreunde haben mit Case Toge, der Naturfreundeorganisation in Togo, das gemeinsame Projekt „energieeffizientes Kochen“ entwickelt.

In Togo, wie in allen westafrikanischen Ländern, hat die Entwaldung und Waldschädigung ein alarmierendendes Ausmaß angenommen. Die hohe Abhängigkeit der Bevölkerung von Holz ist beispiellos. Holzkohle und Brennholz sind die wichtigsten Energiequellen für viele Haushalte. 90 Prozent der Bevölkerung verlassen sich auf die Nutzung von Holzkohle und Brennholz. Dies verursacht kontinuierlich den Raubbau an pflanzlichen Ressourcen und fördert die Entwaldung, Die bisherige traditionelle Nutzung der Energie, das Kochen auf offenen Feuerstellen, führt durch den geringen thermischen Wirkungsgrad (8 bis 13 Prozent) zu einer alarmierenden Situation. Abhilfe können kleine Brenner schaffen, die direkt in Togo hergestellt werden und ca. 20 Euro kosten. Es ist ein kleiner Ofen mit den lokalen Materialien Ton, Ziegel und Metall als traditioneller Kamin hergestellt.

„Die neuen Kocher verbrauchen rund 30 Prozent weniger Holzkohle“ erklärt Petra Müller, Projektverantwortliche der Naturfreunde. „Die togoische Bevölkerung wächst rasant und der Druck auf die Ressource Holz wird stärker. Die neuen Kocher nehmen sozusagen etwas Dampf aus dem Kessel.“

Dank der Spenden der deutschen Naturfreunde im Rahmen der Nord-Süd-Partnerschaft konnten bereits 30 Öfen gekauft und an zwei Orten an die ländliche Bevölkerung verteilt werden. Ziel ist es, 200 Kocher aus Spendenmitteln zur Verfügung zu stellen.

Gleichzeitig wird damit die Ausbildung von sog. Klima-Scouts durch die togoischen Naturfreunde unterstützt; hierbei geht es darum, junge Leute als Botschafter für umweltbewußtes Handeln im Lebensalltag der Dörfer zu gewinnen und zu fördern.

red./jb

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