Thema Nr. 1: Erneuerbare Energien
27.01.10 | Keine KommentareGroßrosselns Bürgermeister Peter Duchene setzt seine Hoffnungen auf neues Zentrum
GROSSROSSELN Auf dem Boden der finanziellen Tatsachen bleiben, diesen Appell richtet Großrosselns Bürgermeister Peter Duchene an den Gemeinderat. Wegbrechende Einnahmen, Rückgänge bei der Einkommens- und Gewerbesteuer und weniger Schlüsselzuweisungen des Landes bringen die Warndtgemeinde an den Rand ihrer Möglichkeiten, Investitionen tätigen zu können.
„Im Gegenzug müssen wir steigende Ausgaben verzeichnen. Hinzu kommt die Abgabe an den Regionalverband Saarbrücken in Höhe von voraussichtlich 600 000 bis 700 000 Euro. 2010 haben wir eine Unterdeckung von 2 Millionen Euro zu verkraften, die die Gemeinde nicht zu verantworten hat“, sieht der Großrosselner Verwaltungschef immer weniger Handlungsspielraum. „Es ist das Königsrecht des Gemeinderates, den Haushalt so aufzustellen, dass er genehmigungsfähig ist“, gibt Duchene den Wink mit dem Zaunpfahl. Denn: Ohne genehmigten Haushalt sind überhaupt keine Investitionen möglich. Und wenn der Haushalt vom Innenministerium nicht genehmigt wird, verzögert sich eine vernünftige Entwicklung, gibt Duchene zu bedenken.
„Trotzdem werden wir den Kopf nicht in den Sand stecken“, gibt sich der Christdemokrat kämpferisch. Für 2010 stehen drei große Themen an. Die Umstrukturierung der Freiwilligen Feuerwehr soll fortgesetzt werden. Für Naßweiler muss endlich eine Lösung in Sachen öffentliche Bergschäden gefunden werden. „Der Schriftverkehr mit den französischen Behörden füllt inzwischen ganze Ordner“, ärgert sich Duchene.
Absolut erfreuliche Entwicklung
Das Thema Nr. 1 ist jedoch die Restrukturierung der Tagesanlage Warndt. Auf dem ehemaligen Grubengelände wird ein „Zentrum für erneuerbare Energien“ entwickelt. Hier arbeiten der Investor Albert Winzent und die Gemeinde Großrosseln Hand in Hand. Das Zentrum basiert auf fünf großen Bausteinen: Biogas auf Nawarobasis (nachwachsende Rohstoffe), Biomasse, Pellettanlage und Fotovoltaik. Außerdem entsteht im ehemaligen Sozialgebäude ein Gründerzentrum.
„Dieses Zentrum für erneuerbare Energien ist wichtig für die Region, die damit eine neue Identität bekommt“, hofft der Bürgermeister dann auch auf höhere Gewerbesteuereinnahmen.
Die Investitionen belaufen sich insgesamt auf rund 40 Millionen Euro. Die erste Firma ist bereits eingezogen; in das ehemalige Magazingebäude. Die nächste soll im Februar folgen. Im März soll dann offiziell der Spatenstich gefeiert werden. In einem ersten Schritt wird mit der Schaffung von 40 Arbeitsplätzen gerechnet. Text/ Foto: dos
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