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Letzte Kohle aus dem Nordfeld

05.10.09 | Keine Kommentare

Kohleabbau des Bergwerks Saar im Flöz Grangeleisen, Streb 20.5 Ost, ist angelaufen

ENSDORF / SAARWELLINGEN / HÜLZWEILER Der Kohleabbau im Streb 20.5 Ost im Nordfeld des Bergwerks Saar ist angelaufen. Im Zeitraum von acht Monaten werden 500 000 Tonnen Kohle aus dem Flöz Grangeleisen abgebaut. Diese Steinkohle ist für den Einsatz in saarländischen Kraftwerken bestimmt.

Nach der schweren Erschütterung im Februar 2008 hat sich die Situation für den Bergbau an der Saar entscheidend geändert. Mit der Einstellung der Förderung in der Primsmulde Süd ergab sich die Notwendigkeit einer völlig neuen Abbauplanung an der Saar. Das entwickelte Abbaukonzept sieht vor, den Kohleabbau in Lagerstättenteile mit einem geringen Erschütterungsrisiko zu verlegen. Der Abbau liegt dort näher an der Tagesoberfläche und die darüber liegenden Schichten weisen weniger Sandstein auf.

Entgegen der ursprünglichen Absicht, den Kohleabbau im Nordfeld 2008 zu beenden, musste mit 20.5 Ost ein weiterer Streb geplant werden. Der Abbau wird in einer Teufe von rund 1200 Metern mit einer durchschnittlichen Abbaumächtigkeit von 2,40 Meter erfolgen. Die Abbaufläche besitzt eine Länge von 700 Metern und eine Breite von 330 Metern. Sie befindet sich unter unbebautem Gebiet zwischen Saarwellingen im Norden und Hülzweiler im Süden.

Auch die Einwirkungslinie des Kohleabbaus liegt außerhalb der Wohnbebauung. Lediglich die Senkungsgrenze erfasst Hülzweiler im Nordosten und das Gewerbegebiet Kuhnacker.

Das Risiko von Erderschütterungen ist – nach den Erfahrungen mit dem Vorgängerstreb 20.4 Ost – als gering einzuschätzen. Der Abbau wird im Mai 2010 beendet sein.

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