Klosterruine bleibt erhalten
21.01.10 | Keine KommentareWörschweiler: Zuwendungsbescheid durch Deutsche Stiftung Denkmalschutz
WÖRSCHWEILER Nachdem in den letzten 15 Jahren weitere umfangreiche Sicherungsmaßnahmen an der Klosterruine Wörschweiler durchgeführt wurden, steht nun die Restaurierung der einsturzgefährdeten Westfassade der Klosterkirche mit dem bemalten Innenputz, an.
Dr. Ulrich Bollert, Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, übergab im ehemaligen Bürgermeisteramt von Wörschweiler, im Beisein von Dr. Klaus Kell und Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger, Oberbürgermeister Karlheinz Schönen einen Fördervertrag über 10000 Euro.
Entscheidender Schritt zur Substanzerhaltung
An den Gesamtkosten in Höhe von 101000 Euro beteiligen sich der Bund mit 50 Prozent, das Land sowie die Stadt Homburg mit 24000 Euro.
Durch diesen entscheidenden Schritt zur Substanzerhaltung der Klosterruine bleibt die Anlage weiterhin ein touristischer Anziehungspunkt. Außerdem haben Ende 2009 die Privateigentümerin, die Stadt Homburg und der Saarpfalzkreis die „ Stiftung Klosterruine Wörschweiler “ gegründet mit dem Ziel, die Ruine dauerhaft zu pflegen und denkmalgerecht zu erhalten.
Auf dem Berg, in landschaftlich reizvoller Umgebung, gründete um 1131 Graf Friedrich von Saarwerden und seine Gemahlin Gertrud das Benediktinerkloster Wörschweiler. 1171 bezogen die Zisterzienser die Abtei, die im 12. Jahrhunderts mit dem Neubau einer Kirche begannen. 1614 brannte die Anlage ab und ist seither Ruine.
In landschaftlich reizvoller Umgebung
Anhand von Grabungen und Befunden lässt sich die einstige Klosterkirche als dreischiffige, turmlose Pfeilerbasilika beschreiben. An das Langhaus schloss sich eine westliche Vorhalle an. Die Klostergebäude sind in den Fundamenten freigelegt.
Die Klosterruine Wörschweiler ist eines der 26 Projekte, die die private Bonner Denkmalschutz-Stiftung im Saarland dank privater Spenden und Mitteln der Glücks-Spirale und der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte. Dazu gehören im Saarpfalzkreis u.a. die Protestantische Kirche in Bexbach, die Alte Schmelz in St. Ingbert sowie die Schlosskirche in Blieskastel. Bundesweit konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zur Rettung und Bewahrung von mehr als 3500 historische Baudenkmäler über 420 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Oberbürgermeister Schöner sieht die Klosterruine als eine Verbindungvom Karlsberg zu Wörschweiler. Er erinnerte bei dieser Gelegenheit auch an die diversen historischen Gebäuden und Anlagen, die es noch zu erhalten gelte. Dazu zähle auch der Beeder Turm. Anlässlich des 800-jährigen Bestehens im kommenden Jahr werde man das Ereignis entsprechend feiern. er
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