Großes touristisches Potenzial
Die Hahnwies soll im Rahmen des Projektes LIK Nord für Naturfreunde erschlossen werden

ILLINGEN „Die Region birgt ein großes touristisches Potenzial.“ Detlef Reinhard, Geschäftsführer des Zweckverbands LIK Nord schwärmt von den Möglichkeiten, die das Projekt für die gesamte Region darstellt. Im Büro des Illinger Bürgermeisters Armin König hat er dabei die Pläne für die Hahnwies vorgestellt, die Illingen direkt betreffen.
Und auch Bürgermeister Armin König war bestens gelaunt. Denn er stellte fest, dass die Idee zum Naturschutzprojekt „Landschaft der Industriekultur Nord“ hier in seinem Büro entstanden ist. „Zwischen Weihnachten und Neujahr 2008 haben wir in kleiner Runde die erste Idee entwickelt. Und es ist schon toll, was daraus geworden ist. Es tut gut, wenn man sieht, dass man auch im kleinen Saarland was bewegen kann.“
13 Millionen Euro fließen in das Gebiet, die es sinnvoll anzulegen gilt. Und Reinhard ist sich sicher, dass hier nicht nur deutsche, sondern europäische Standards erreicht werden können.
Im Bereich der Hahnwies gebe es zahlreiche Pflanzen und Tiere, die auf der roten Liste stehen und die man durch das Projekt retten könne. Und dies auch zum Vorteil der Besucher und der Anlieger.
Galloways und Koniks
Geplant sei ein ganzjährliches Beweidungsprojekt mit halbwilden Rindern – Galloways oder Highlander – und Pferden, wobei man sich hier bereits auf Koniks geeinigt habe. Dadurch werde fast automatisch die Bebuschung des Geländes zurückgenommen, was zu einer größeren Artenvielfalt führen werde.
Und dies erlebbar für alle Besucher. Zwar sei es geplant, die Landschaft zu beruhigen, sprich Teile des Absinkweiher zu sperren, dabei handele es sich aber vorwiegend um Bereiche, in denen es ohnehin keine Wege gebe. Die vorhandenen, „legalen“ Wege blieben erhalten und würden ausgebaut. Danach werde das komplette Wegenetz an die saarländischen Wanderwege angeschlossen, sodass Besucher die Region von allen Seiten erreichen können.
„Es wird eine hochattraktive Region“, freut sich Reinhard über die Zukunft. Um auch die letzten Zweifler davon zu überzeugen, sei Anfang April eine Fahrt nach Crawinkel in Thüringen geplant, wo ein ähnliches Projekt bereits realisiert sei.
Erbe des Bergbaus
Auch an der Hahnwies könne man im Prinzip bereits beginnen, da große Flächen des Gebietes bereits im Besitz der LIK Nord seien. In einigen Bereichen müsse noch mit Landwirten verhandelt werden. „Wir werden keinem die Existenz gefährden“, betonte Armin König in diesem Zusammenhang. „Jeder betroffene Landwirt erhält eine Ausgleichsfläche.“
Die Gemeinde Illingen werde durch das Projekt erheblich ausgewertet. „Wir schärfen unser Profil für den Naturschutz. Illingen wird das Erbe des Bergbaus auf ganz besondere Weise sichern.“ eck


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