Ein wahrer Beton-Kraftakt
Jetzt erfolgte die Betonierung des ersten Abschnitts des Brückenbauwerks 1442 der Umgehung

BESSERINGEN Die Gesamtlänge der Neubaustrecke beträgt 3,6 Kilometer. Hinzu kommen insgesamt rund 500 Meter für die verschiedenen Anschlüsse an das bestehende Straßennetz. Im Trassenverlauf befinden sich zwei große Talbrücken mit 290 und 204 Metern lichter Weite. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 28 Millionen Euro. Betreut und überwacht wird die Baumaßnahme von Patrick Colbus, Fachbereichsleiter Großprojekte beim Landesbetrieb für Straßenbau und seinem Team mit Torsten Ebel, Peter Scherer, Lars Tausend und Thomas Johannes. Von ihrem Baubüro im Dottental steuern, kontrollieren und überwachen sie die gesamte Baumaßnahme. Über einen nur wenige Meter entfernten Waldweg sind sie mit ihrem Geländewagen innerhalb weniger Minuten an jedem Punkt der Großbaustelle. Von all dem bekommen die Anwohner im Umfeld nur wenig mit. Da die Baustraße unmittelbar am Rand der Neubautrasse vorbeiführt, braucht der Baustellenverkehr die bewohnten Bereiche nicht zu durchqueren.
Umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen gingen dieser ersten großen Betonierung voraus. Da sie in einem Arbeitsgang durchgezogen werden muss, zudem auch das Wetter stimmen muss – es darf nicht in Strömen regen und es darf auch keinen Frost geben –, spielt das genaue Timing eine ganz wichtige Rolle.
Am Montag ging es dann mit Ende der Regenfälle im Eiltempo los. Die 15 Mann der ersten Schicht begannen mittels zwei Betonpumpen den flüssigen Beton auf den Überbau einzubringen. Ein Betonmischer nach dem anderen rollte heran. Bis zum nächsten Morgen waren dies rund 1250 Kubikmeter, nachdem am Abend die zweite Schicht ihre Kollegen abgelöst hatte.
„1250 Kubikmeter entsprechen rund 180 Betonfahrzeugen“, verdeutlicht Patrick Colbus die Zahlen. Wie Torsten Ebel weiter ausführte, wird das Brückenbauwerk 1442 – das ist die Baumaßnahme in Höhe des Hauses Sonnenwald – als Neunfeldbrücke mit Stützweiten von 26, sieben mal 34 und 26 Metern ausgeführt. Die Gesamtbreite des Überbaus aus Spannbeton beträgt 17,22 Meter. Über das Bauwerk führen später einmal drei Fahrspuren, zwei in Richtung Mettlach und eine in Richtung Merzig.
Die Gesamtlänge der Talbrücke beträgt nach ihrer Fertigstellung 290 Meter. Acht Pfeiler und zwei Widerlager sind dazu notwendig. Die Höhe des höchsten Pfeilers beläuft sich auf 25,04 Meter. Die Höhe der Fahrbahn über Grund am höchsten Pfeiler beträgt rund 27 Meter. Nach der erfolgreichen Betonage zum Wochenanfang sind im Verlaufe der weiteren Bauarbeiten drei weitere derartige Aktionen notwendig. Auf Grund der günstigen Witterungsverhältnisse liegt man derzeit gut im Zeitplan. Im Frühjahr soll mit dem Bau der zweiten Talbrücke begonnen werden. rup


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